Wanderung auf den Scheiblingstein in den Haller Mauern

Februar 5th, 2012

Im Herbst 2011, machte ich mir mit meinem Bergkameraden Karl, wieder einmal ein schöne Tour aus. Wir fuhren nach Hall bei Admont, wo wir von einem Parkplatz schon unser Tagesziel in seiner ganzen Pracht zu Gesicht bekamen. Die Rucksäcke raus aus dem Auto und schon ging es zur Sache. Nach einem kurzen Marsch auf einer Forststraße, hörten wir das gewaltige Röhren der Hirsche, die sich zur Zeit gerade in der Vollbrunft befanden und auch am hellen Tag aktiv waren. Dann kreuzte einer dieser Prachtkerle unseren Weg und wir schlichen uns schön vorsichtig an ihm vorbei, das war schon sehr beeindruckend! Wir stiegen zügig höher und erreichten bald die “Lange Gasse”, die ihrem Namen wirklich alle Ehre machte. Ich schnaufte schon ganz ordentlich hinter Karl her und mit der Zeit wurde der Abstand immer größer, aber ich erreichte dennoch nach einigem Kampf mit meinem inneren Schweinehund den Gipfel. Wir genoßen den herrlichen Ausblick auf Phyrgras und Bosruck und ließen uns, unsere Gipfeljause gut schmecken. Die Bergdohlen hatten natürlich auch Interesse, am Inhalt unserer Jausensackerl und wurden gleich mitverpflegt, was sie uns mit ihren tollen Flugkünsten lohnten. Danach machten wir uns wieder an den langen Abstieg. Wir kamen an einigen Gämsen vorbei, die sich noch ordentlich Winterspeck zulegten, und fast am Ende unserer Wanderung trafen wir wieder auf die liebestollen Hirsche, die sich mitten am Wanderweg herumtrieben. Wir konnten sie in aller Ruhe beobachten und erreichten bald ziemlich müde mein Auto.

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unser Tagesziel, der Scheiblingstein, im Morgennebel…

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einer der liebestollen Hirsche, kreuzte gerade den Wanderweg…

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die “lange Gasse” entspricht durchaus ihrem Namen!

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 Blick hinüber zum gr. Phyrgras…

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auch ich habe dann irgendwann den Gipfel erreicht…

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Karl fällt gerade über seine Jause her…

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die Gämse kümmert sich um ihren Winterspeck, den sie sicher nötig haben wird…

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Blick zurück zum mächtigen Gipfel des Scheiblingsteins…

Einsame Wanderung auf den Admonter Kaibling und auf’s Sparafeld

Februar 5th, 2012

Es war wieder einmal so weit, die Gesäuseberge riefen! Ich überlegte kurz, welche Gipfel mir noch fehlten und so fiel meine Wahl auf den Admonter Kaibling und auf das Sparafeld. So setzte ich mich Richtung Admont in Bewegung und dann ging es weiter über die Kaiserau zur Oberst-Klinke-Hütte. Von dort begann ich meinen Aufstieg zum Admonter Kaibling. Eine Gämse hatte es sich auf einem Felsen gemütlich gemacht und amüsierte sich sicher über die mit Stöcken bewaffneten vorbeischnaufenden Wanderer. Ich mußte das nette Tier natürlich fotografieren, dann ging es am Fuße einer Wand, in der schon einige Kletterer unterwegs waren immer weiter bergauf. Bald erreichte ich den Rücken, von dem man den Gipfel des Admonter Kaiblings relativ bequem erreichen kann. Am ersten Gipfelkreuz angekommen gönnte ich mir eine kurze Rast, dann machte ich mich an den Abstieg in den Sattel der zum Sparafeld führt. Dieser Gipfel erschien mir etwas anspruchsvoller und langsam aber sicher machte ich mich auf den Weg.

Nach einer leichten Kletterei über Steinblöcke erreichte ich auch diesen Gipfel und genoss den herrlichen Blick hinüber zum Admonter Reichenstein, der mir einstweilen zum Besteigen noch ein wenig zu schwierig erschien. Ich teilte meine Gipfeljause mit den anwesenden Bergdohlen und unterhielt mich ein wenig mit den anderen Wanderern. Danach machte ich mich schön vorsichtig an den Abstieg und erreichte bald wieder die Oberst-Klinke-Hütte, wo ich bei einem feinen Kaiserschmarren die herrliche Tour im Gedanken noch einmal Revue passieren ließ!

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eines meiner Tagesziele, der Admonter Kaibling

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die neugierige Gämse, beobachtete die Wanderer

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wunderschöne Alpenflora

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der 2. Gipfel des Tages, das Sparafeld ist erreicht!

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mit den Bergdohlen, habe ich meine Jause redlich geteilt!

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Blick hinüber zum Admonter Reichenstein

Wanderung auf die Tonion

Februar 5th, 2012

Am 2. 6. 2011 traf ich mich mit meiner Freundin Elfie, zu einer Wanderung. Wir hatten noch nicht genau ausgemacht, welche Tour wir machen wollten, ich dachte eher an eine gemütliche Almwanderung im Gesäuse, Elfie wollte lieber die Tonion erkunden. Nach einigem Beratschlagen entschieden wir uns für die Tonion, ich packte Benjamin ins Auto und los ging’s! Da zeigte sich aber bald der Fehler, wenn man eine Wanderung nicht ordentlich vorbereitet, ich erwischte sicher den allersteilsten Anstieg und da meine Kondition im Frühling noch nicht so toll ist, keuchte ich bald hinter Elfie her, die schon viele große Touren gemeistert hatte und daher gut in Form war! Innerlich verfluchte ich meine Entscheidung, nicht die gemütliche Almwanderung gewählt zu haben, aber nachdem wir die ersten gröberen Anstiege überwunden hatten, wurde ich mit einer wunderbaren Alpenflora für die Strapazen belohnt! Auch Benjamin schwang fleißig seine kurzen Beinchen und steckte seine Schnüffelnase in jede Tierspur, die er finden konnte.

Nach einigem Schwitzen erreichten wir den Gipfel und ich war wieder versöhnt! Wir genossen den wunderbaren Ausblick hinüber zum Hochschwab und immer wieder mußte ich den schönen Enzian fotografieren, der rund um uns blühte. Beim Abstieg trafen wir bei der Naturfreundehütte, den Hüttenwirt und plauderten ein wenig, inzwischen erkundete Benjamin das Gelände. Der Abstieg erfolgte dann ohne größere Probleme, der Muskelkater am nächsten Tag, war aber nicht von schlechten Eltern!

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Blick auf den Ötscher!

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auch Benjamin war wieder mit von der Partie!

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Elfie und Benjamin knapp unterhalb des Gipfels!

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endlich geschafft!

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Blick auf den Hochschwab!

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wunderschöner Frühlingsenzian!

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die herrliche Alpenflora entschädigte mich für die Strapazen!

Orchideenwanderung auf den Lugauer

Februar 5th, 2012

Im Besucherprogramm des Nationalparks Gesäuse war eine Orchideenwanderung auf den Lugauer ausgeschrieben, die von unserem erfahrenen Ranger und Orchideenspezialisten Reinhard geführt wurde. So meldete ich mich an und fuhr nach Radmer, wo unsere Tour beginnen sollte. Schön nach und nach trafen alle Teilnehmer ein, wir zückten unsere Kameras und schon ging es los. Reinhard tat sein Bestes und wir fanden auch recht seltene Exemplare, wie die Korallenwurz oder die Zwergorchis. Da wir recht gut in der Zeit lagen, planten wir so “nebenbei” auch den Gipfel des Lugauers zu bezwingen, aber vorher durften wir uns die “Lugauerplan” bei 35° C hochkämpfen! Der Schweiß floß in Strömen, ich dachte die Schinderei nimmt überhaupt kein Ende, aber dann erreichte auch ich den Gipfel, Reinhard unser Leichtgewicht hatte uns schon erwartet und machte sich gleich wieder an den Abstieg, so blieb mir keine lange Gipfelrast. Mein Rangerkollege Hermann und ich genoßen aber dennoch den Ausblick auf die Gipfel ringsum, den 2. Gipfel des Lugauers ließen wir links liegen und hinunter ging es wieder durch die Plan. Kaum hatten wir die Alm am Fuß der Plan erreicht, mußten wir gleich wieder bergauf Richtung Neuburgalm marschieren. Da war ich dann schon ziemlich geschafft, aber bald ging der Steig in recht angenehmen Gelände dahin und man konnte sich wieder ein wenig erholen. Nach kurzer Zeit kam die Neuburgalmhütte in Sicht, wo ein Almfest gefeiert wurde und als wir die Getränkebar erblickten, gab es kein Halten mehr! Wir rasten die letzten Meter hinunter und der 1. Radler erreichte glaube ich, kaum den Magen, der ist schon vorher verdunstet! Wir stärkten uns ordentlich und lauschten der gemütlichen Musik, es herrschte eine recht lustige Stimmung, da waren dann  die letzten Meter hinunter ins Tal auch kein Problem mehr!

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Brandknabenkraut

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Kugelorchis

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die Lugauerplan, bei 35° im Schatten, wahrlich kein Vergnügen!

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Kohlröschen in der Lugauerplan

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endlich am Gipfel, auch Reinhard war gut warm geworden!

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Rangerkollege Hermann, genießt die Gipfelrast!

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den 2. Gipfel, ließen wir an diesem Tag links liegen

Schneeschuhwanderung auf die Mödlingerhütte

Februar 5th, 2012

Im Jänner 2011 überkam mich wieder mal die Sehnsucht nach den Gesäusebergen, ein traumhafter, wenn auch kalter Wintertag, die Schneeschuhe ins Auto geschmissen und nach Johnsbach gedüst.

 Die -18 Grad, waren dann schon ein wenig heftig, aber spätestens nach dem Schneeschuhe anziehen und den ersten Höhenemetern, war die Kälte kein Problem mehr. Die Spur war sehr gut, man hätte fast mit normalen Bergschuhen gehen können, aber so stapfte ich schön langsam immer höher und bald hatte ich die ganze Pracht des Gr. Ödsteins vor mir. Danach noch ein schönes Stück durch den Wald und nach ca. 2.5Std. hatte ich die Mödlingerhütte erreicht, die von Weihnachten bis Mitte Jänner geöffnet hatte. Rein in die gute Stube, ein schönes Plätzchen mit Aussicht gesucht und eine gute heiße Suppe bestellt, die schmeckte dann so richtig herrlich! Ich plauderte ein wenig mit Wanderkollegen und schaute mir dann die Umgebung der Hütte im winterlichen weißen Kleid ein wenig genauer an. Dann war es Zeit wieder an den Abstieg zu denken.

Mit den Schneeschuhen konnte ich recht zügig bergab gehen und so erreichte ich noch vor Einbrechen der Dunkelheit Johnsbach, das bereits wieder im kalten Schatten lag, und müde und zufrieden ging es nach Hause!

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der Admonter Reichenstein…

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endlich Aussicht auf den großen Ödstein…

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mein Ziel, die gemütliche Mödlingerhütte…

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einfach wunderschöne Bergwelt…

Wanderung auf die Hohe Veitsch

Januar 20th, 2012

Am  9. 6. 2010 trafen sich Maria, Karl und ich zu unserer 2. gemeinsamen Wanderung. Diesmal war die Hohe Veitsch unser Ziel. Karl war schon fleißig und hat sich eine tolle Route ausgedacht, die beträchtlich von dem von mir angenommenen Normalweg abwich. Auf der Sohlenalm angekommen, entschieden wir uns, die Veitsch über den Wildkamm zur erklimmen. Ich schnaufte ordentlich hinter den beiden Leichtgewichten her, aber irgendwie schaffte auch ich den fast Diretissimaanstieg auf den Wildkamm. Der Ausblick der sich uns bot, war einfach gewaltig und belohnte uns für den schweren Aufstieg. Nach einer leichten Kletterei vorbei an herrlichen Alpenblumen erreichten wir dann den Anstieg zur Veitsch. Und wieder ging es kräftig bergauf! Hier war der ganze Bergrücken von Clusiusprimeln übersäät und auch einige kleine Schneefelder gab es noch zu sehen. Bald kam das gewaltige Gipfelkreuz in Sicht und nach einem “Berg Heil” genoßen wir den schönen Rundblick auf die Berge rings um uns. Nach einer längeren Gipfelrast nahmen wir dann Steig hinunter zum Graf Meran Haus, wo wir uns ordentlich stärkten, um dann ziemlich steil über den Teufelsteig auf eine Alm abzusteigen und dann auf dem langen aber schönen Weg um die Veitsch herum wieder zum Parkplatz zu marschieren. War eine wunderschöne Tour, der Anstieg auf den Wildkamm, war für mich zwar sehr anstrengend, da ich leider zur Zeit einige Kilos zu viel mit mir herumschleppe, aber dafür war der Kalorienverbrauch sicher ganz ordentlich! Die herrliche Alpenflora hat uns aber reichlich für unsere Mühe belohnt und auch so manche “Tiefblicke” haben für einen leichten Adrenalinausstoß gesorgt! Somit war diese Wanderung sehr abwechslungsreich und hat uns sehr gut gefallen!

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Almidylle!

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nach einiger Strapaze, den Wildkamm erreicht!

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herrlicher Clusius-Enzian

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der ganze Hang war mit Clusiusprimel übersäät!

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endlich mit Maria und Karl, den Gipfel erreicht!

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die Hohe Veitsch in ihrer ganzen Pracht!

Wanderung auf die Hochscheibenalm

Januar 20th, 2012

Facebook ist zeitweise doch eine tolle Erfindung, habe einen neuen Bergkameraden gefunden, und am           machten wir unsere erste kleine Tour zusammen. Gemeinsam mit meiner Freundin Maria und Benjamin haben wir Karl am Bahnhof in Kienberg getroffen und schon ging es los Richtung Gesäuse. Zum gegenseitigen Kennenlernen habe ich eine etwas kleinere Tour ausgewählt und so marschierten wir zügig Richtung Ennstaler Hütte, um dann später nach rechts zur Hochscheibenalm abzuzweigen. Benjamin zog wieder recht tüchtig, aber bergauf, war das ja ganz nett. Nach einem kleinen ungewollten Abstecher in die Botanik, (hätte doch vorher die Karte genauer studieren sollen) bei dem uns Karl beim Öffnen und Schließen der Weidegatter sehr behilflich war, erreichten wir die Hochscheibenalm, wo wir gleich von 2 neugierigen Pferden empfangen wurden. Bei einem gemütlichen Bankerl wurde dann Rast gemacht und die mitgebrachten Äpfel redlich mit den Pferden geteilt. Benjamin zeigte etwas Respekt vor den großen Vierbeinern und zog es vor, ihnen nicht allzu nahe zu kommen. Nach der Stärkung ging es noch ein Stück auf der Mountainbikestrecke weiter, bis sich uns ein herrlicher Blick auf die Planspitze und auf das Hochtor bot! Danach machten wir uns an den Abstieg nach Gsatterboden. Da es relativ warm war, fuhren wir noch zum Weidendom, wo es gleich einen Besucherzugang zur Enns gibt um Benjamin vor der Heimfahrt noch eine Abkühlung zu verschaffen. Auch Maria und ich planschten ein wenig im Wasser herum, danach zogen wir zum Bachwirt, um bei Eis und Kuchen den schönen Tage ausklingen zu lassen. Ich hoffe, daß wir drei, mit Benjamin vier, noch viele tolle Bergtouren zusammen erleben werden!

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meine Wanderkollegen, sind stark motiviert!

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wir wurden schon sehnsüchtig erwartet! (zumindest unsere Äpfel!)

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Benjamin war die Sache nicht ganz geheuer!

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die Almhütten der Hochscheibenalm, mit dem Gr. Buchstein im Hintergrund!

Wanderung auf den Eisenerzer Reichenstein

Januar 20th, 2012

Am 26. 6. 2010 hatte Alfred unser Wanderführer der Naturfreunde Gaming eine Tour auf den Eisenerzer Reichenstein ausgeschrieben, auf die ich mich schon sehr freute, da dieser Berg wieder einmal Neuland für mich war! Leider war das Wetter wie heuer schon so oft, nicht besonders gut. Wir entschlossen uns aber doch auf den Präbichel zu fahren und die Tour in Angriff zu nehmen. Immer wieder mischte sich blauer Himmel mit wilden Wolkenfetzen und gerade über dem Präbichel türmten sich ziemlich miese graue Wolken auf. Am Parkplatz angekommen war es aber trocken, es wehte nur ein kräfiter Wind, und so packten wir unsere Sachen zusammen und los ging es! Zuerst auf einer Forststraße bergauf, da saß gleich ein Murmeltier auf seinem “Feldherrenhügel” und betrachtete uns neugierig, danach ging es auf einem steinigen Steig der vom Nebel etwas rutschig war, hinauf zur “Stiege”. Der Wind und der Nebel pfiffen uns ordentlich um die Ohren, die vorderen Bergkameraden wurden von den Nebelschwaden fast verschluckt und wir waren alle froh, daß wir Hauben und warme Jacken eingepackt hatten. Wir erklommen vorsichtig die glitschigen Eisenleitern der “Stiege” und erreichten dann bald die Reichensteinhütte. Da war es nun gemütlich! Es gab ein feines Essen mit netter Bedienung, nur das Wetter wollte leider nicht besser werden. Nachdem wir alle wieder auf “Normaltemperatur” waren und uns gestärkt hatten, ging es wieder hinaus in den Nebel und in den eisigen Wind. Wir wollten weiter zum Gipfelkreuz, aber nach dem Fred am Gipfelgrat fast vom Wind verweht wurde, verzichteten wir auf den Gipfelsieg und machten uns gleich an den Abstieg. Nach kurzer Zeit zeigte sich der Wettergott aber dann doch gnädig, und gewährte uns einige atemberaubende Tiefblicke! Und nach und nach löste sich der Nebel auf und wir konnten den Erzberg unter uns sehen und die grünen Hänge des Reichensteins lösten sich aus den Nebelfetzen. Auch ein kurzer Blick auf den Gipfel wurde uns gewährt. So waren wir alle wieder mit dem Wetter versöhnt und genossen dann doch noch den Abstieg hinunter zum Präbichel.

Im Jahr darauf wiederholte ich die Tour im Alleingang und siehe da, das Wetter war mir hold, obwohl es stellenweise auch etwas nebelig und windig war, ich erreichte glücklich den Gipfel und konnte den traumhaften Ausblick genießen!

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die Wandergruppe in Wind und Nebel!

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es wurde uns doch noch ein grandioser Tiefblick gewährt!

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der Eisenerzer Reichenstein!

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vor dem Aufstieg zum Gipfel!

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Blick zurück, zur urgemütlichen Reichensteinhütte!

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endlich konnte ich die herrliche Aussicht genießen!

Über den Wasserfallweg zur Hesshütte

Februar 10th, 2010

Ich hatte für den 4. 10. 09 meine letzte Wanderung ausgeschrieben, aber da sich außer meiner Freundin niemand angemeldet hatte, beschloss ich, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und unsere Route etwas zu ändern.

Anstatt beim Kölbwirt zur Hesshütte aufzusteigen, nahmen wir das Ganze gleich über den bekannten Wasserfallweg in Angriff. Ich marschierte, da ich die Tour schon lange nicht mehr gegangen war, frisch fröhlich hinter ein paar jungen Wanderern her, bis die mich fragten, ob ich mich hier auskenne! Wir waren anscheinend einem Pfad der Holzarbeiter gefolgt, denn wir fanden uns in einem riesigen Holzschlag wieder, wo wir kreuz und quer über die Stämme kletterten. Dann erreichten wir aber den richtigen Weg und wir strebten dem zu dieser Zeit leider etwas mikrigen Wasserfall zu.

Bald begann dann der spannendste Teil des Weges, es gab einige seilgesicherte Kletterpassagen zu überwinden, was mir großen Spaß machte. Auch meine Freundin kam gut damit zu Recht und dann stiegen wir noch die steilen Eisenleitern empor, von denen man auch einen wunderbaren Tiefblick hat. Für Menschen mit Höhenangst, definitiv nicht geeignet! Aber wir hatten keine Probleme und marschierten ganz entspannt durch einen Lärchenwald, als auch schon die Hesshütte in Sicht kam. Einige letzte steile Meter und dann hatten wir es geschafft!

Die Kaspressknödel und die Suppe schmeckten köstlich, wir hatten aber in der Hütte Platz genommen, da draußen ein recht kalter Wind pfiff. Ein Gast bearbeitete die Steirische und wir genoßen unser Essen und die zünftige Musik. Doch bald mußten wir wieder aufbrechen und über die Almen zum Köberlwirt hinunter, da ich meiner Freundin auch diesen Weg zeigen wollte.

Vorbei an herrlichem Gebirgspanorama stapten wir 2,5 Std. hinunter nach Johnsbach wo wir im Ödsteinblick noch eine kleine Rast machten und uns dann mit dem Taxi wieder zu unserem Auto befördern ließen. So hatte auch meine letzte große Wanderung in diesem Jahr einen schönen Abschluß gefunden.

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Aufstieg zum Wasserfall….

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Über die Eisenleitern….

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wunderschöne Alm, am Fuße des Hochtors…

Im Wildnisgebiet Dürrenstein

Februar 10th, 2010

Für den 3. 10. 09 war ich mit 2 Arbeitskolleginnen verabredet, wir trafen uns an der B25 und fuhren dann nach Maierhöfen wo wir von einem Mitarbeiter des Wildnisgebiets Dürrenstein schon empfangen wurden.

Nach und nach trafen noch weitere Interessierte ein und dann konnte es losgehen. Wir fuhren nach Holzhüttenboden, danach noch einige Forststraßenkilometer, bis wir zu einer schönen Hütte kamen, wo wir dann eine kleine Einführung in die Wanderung bekamen. Wir erfuhren viel, wie der Wald früher genutzt wurde, und wie das Wildnisgebiet am Dürrenstein entstand. Danach ging es ab in die Botanik.

Ich muß sagen, wir waren zwar nicht im richtigen Urwald, aber schon sehr nahe dran und man merkte schon, daß dieser Wald anders aussah, wie normale Wirtschaftswälder. Die Bäume standen häufig auf Stelzenwurzeln, es gab die verschiedensten Pilze, welche ich zum Teil noch nie gesehen hatte und auch viele Bäume die durch den Schneedruck, der in diesem Gebiet ja enorm ist, einen eigenartigen Säbelartigen Wuchs aufwiesen.

Den Höhepunkt dieser Tour stellte ein Baum dar, dessen Stamm fast wie eine Schnecke geformt war und sich dann doch noch hoch und stolz aufgerichtet hatte. Einfach unglaublich! Wir bestaunten dieses Wunder der Natur und lauschten aufmerksam den Ausführungen unseres Wanderführers. Wir sahen winzige Fichtenplänzchen, die auf Totholz keimten, Bäume die von Spechten für den Wohnungsbau genutzt wurden und erfuhren auch so Einiges über das Leben eines Ameisenstaates.

Wir waren alle fasziniert von den Zusammenhängen und verschiedenen Lebensformen in einem naturnahen Wald, so daß das sicher nicht mein letzter Besuch im Wildnisgebiet war!

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mit Herrn Pekny hatten wir einen sehr kompetenten Führer durch die naturnahen Wälder des Wildnisgebietes

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ein Prachtexemplar..

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am Bärwiesboden, hier wurden treffenderweise die ersten Fotos einer Bärin mit ihren Jungen aufgenommen

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im Märchenwald…

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dieser Baum könnte viel erzählen…