Archive für August 2008

Durchs “Paradiesgartl”

Habe im März 2008 durch Zufall auf der Kapleralm, bei einem Spaziergang mit meinem Hund eine nette Dame getroffen, die wie ich, auch total gerne in der Natur unterwegs ist. Da sie  Pensionistin ist, und schon große Kinder hat, bleibt ihr viel Zeit für Wanderungen und Bergtouren. Wir tauschten unsere Telefonnummern aus und daraus entwickelte sich eine tolle Freundschaft. Haben schon viele gemeinsame Touren gemacht und ihr großes Repertoir an absolvierten Wanderungen, hat mir auch meine Recherchen für künftige geführte Wanderungen sehr erleichtert.

Ich habe mir einen Wanderführer vom Tippelt Werner hergenommen und mir eine Tour ausgesucht, die meine Freundin noch nicht kannte, dann haben wir uns verabredet und am 27. 4. 08 machten wir uns auf den Weg durch das “Paradiesgartl”, wie es in dem Wanderführer bezeichnet wurde.

Wir fuhren gemeinsam nach Ybbsitz und wanderten durch ein Blütenmeer von Löwenzahn und Mostbirnbäumen hinunter ins Urltal, um dann vorbei an stolzen Bauernhöfen zur nächsten Hügelkette, an der ein Weitwanderweg vorbeiführt, aufzusteigen. Wir waren überwältigt von der lieblichen Landschaft und dem schönen Blick auf unsere Hausberge, der sich uns bot.

Immer am Kamm entlang, marschierten wir weiter bis St. Leonhard, einem schönen Wallfahrtsort, von dort weg begann für mich der ungemütlichste Teil der Wanderung, denn wir mußten nun ein Stück auf der Straße gehen und mit meinem freiheitsliebenden Hund an der Leine hatte ich alle Hände voll zu tun, um ihn am Straßenrand zu halten. Doch bald erreichten wir den den Wiesberg, den wir über eine steile Wiese erklommen und da konnte ich Beni endlich wieder frei laufen lassen. Wir machten bei dem mächtigen Gipfelkreuz Rast und erfreuten uns an dem herrlich warmen Wetter und den schönen Rundblick.

Danach ging es querfeldein nach St. Ägydi wo wir die winzige Kirche besuchten und danach wieder hinunter zur Url, wo sich Benjamin ein ausgiebiges Bad im klarem Wasser des Baches gönnte. Den letzten Teil dieser schönen Wanderung mußten wir zwar auf Asphaltstraßen absolvieren, aber die blühenden Bäume entschädigten uns für den “Asphalthatscher”.  Nach dem letzten Anstieg setzten wir uns auf ein Bankerl hoch über Ybbsitz und ließen den Blick auf den Prochenberg und auf den schönen Ort auf uns wirken. Die letzten Meter bis zum Auto waren dann auch schnell geschafft und müde aber glücklich fuhren wir gemeinsam nach Hause.

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Frühling im Mostviertel….

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St. Leonhard am Wald…

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diese Landschaft trägt den Namen “Paradiesgarterl” zurecht!

Meine Premiere als Wanderführerin

Nachdem ich das Grundmodul zur Wanderführerausbildung in Spital am Phyrn absolviert hatte, konnte ich mich jetzt Wanderführerin schimpfen und für die Naturfreunde ehrenamtlich führen. Schnell eine schöne und einfache Route ausgedacht und mit knapper Not noch in unserer Vereinszeitschrift ausgeschrieben.

Am 29. 9 07 war es dann endlich so weit, ich durfte meine erste Wandergruppe führen! Ziemlich nervös erwartete ich die kleine Schar (lauter erfahrene Wanderer), dabei auch Alfred, unser langgedienter Wanderführer bei unserer Naturfreundegruppe, was mich gleich noch etwas nervöser machte, aber wenigstens der Wettergott hatte ein Einsehen und schickte uns herrliches warmes Herbstwetter.

So fuhren wir zur “Schranke” um  dort unserere Tour zu beginnen. Im flotten Tempo ging es an schönen Bauernhöfen vorbei hinunter nach Reinsberg und dann durch den Lueggraben hinauf zum Dienstbergsattel, wo wir eine kleine Pause machten. Wir genossen den Blick auf die Hügel rundherum mit dem schönen Herbstwald und den grossen Weideflächen. Dann ging es einen steilen Hohlweg hinauf zum Biobauernhof Hochschlag, wo wir zu Mittag kräftig zulangten. Bauernbratl mit Knödel, frischer Schafkäse, alles vom Feinsten. Nach dem guten Mahl, schleppten wir unsere vollen Bäuche den Runzelberg hinauf, wobei wir bei den Eisenskulpturen von Sclavinia, die an die Slawenkriege bei uns erinnern sollen, eine kurze Pause einlegten, um einige Fotos zu machen. Dann ging es weiter, den zum Glück nicht allzu steilen Berg hinauf, bis wir das Kreuz am Runzelberg erreichten.

Die Aussicht auf die Berge rundherum war wegen des klaren Wetters einfach wunderschön. Danach ging es zur Kapleralmkapelle, der wir auch einen kleinen Besuch abstatteten. Von dort konnten wir das Almhaus der Kapleralm schon sehen und wir kehrten noch einmal ein, um auch einige süße Schmankerl zu verkosten.

Ich spendierte  zum Einstand eine Runde Schnaps und dann ging es weiter zum Bauernhof Kraxenberg, wo wir noch einmal einen herrlichen Blick auf den Ötscher hatten, um dann das letzte Stück hinunter zur “Schranke” hinter uns zu bringen.

Ich war nach der gelungenen Tour sehr erleichtert, ich habe meinen Weg ohne Probleme gefunden, es hat die Gehzeit gepaßt, und es  war ein Glück  daß wir so schönes Wetter hatten und das allen Mitwanderern die Runde gut gefallen hat. So habe ich meine Premiere als Wanderführerin gut überstanden!

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unterwegs zum Runzelberg…

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bei der Kapleralmkapelle…

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