Archive für März 2009

Eine kleine aber feine Familienwanderung!

Da am 22. 3. 09 das scheusliche Wetter einmal eine ganz kurze Pause einlegte, traf ich mich mit meiner Schwester Renate und deren Familie zu einer kleinen Wanderung im “Prater” von Purgstall.

Wir wanderten zuerst recht gemütlich an einem schönen Feldweg entlang und stiegen zu den Aussichtsplattformen hinunter von denen man einen guten Überblick über die Erlaufschlucht hat.

Die Primeln und die Leberblümchen öffneten zaghaft ihre Köpfchen und im Auwald konnten wir viele Schneeglöckchen und Märzenbecher bewundern. Ich pflückte mir frischen Bärlauch und danach traten wir den Rückweg an. Beim Steg über die Erlauf angekommen, machten wir uns an den abenteuerlichen Teil dieser kleinen Wanderung. Wir nahmen den “Fischersteig”, der gut zu begehen war, da noch kein Hochwasser herrschte. Wir kamen an beeindruckenden Felsen und ausgewaschenen Felsnischen vorbei, an denen der Efeu herunterrankte, so daß sich ein gewisses “Dschungelfeeling” einstellte. Die Bäume waren stark bemoost und immer wieder erreichten wir die Erlauf, die von der Schneeschmelze schon ein ganz besonderes Grün angenommen hatte. Den Kindern machte die kleine Kletterei großen Spaß und auch wir Erwachsene kamen auf unsere Kosten. Ein wenig Trittsicherheit ist auf diesem Steig schon erforderlich, aber landschaftlich hat er viel zu bieten.

Am Ende des Steige hatte mein kleiner Hund dann ein größeres Problem, denn zu den letzten gewaltigen Felsformationen gelangt man nur über eine kurze steile Leiter, die für Benjamin nicht zu bewältigen war. So mußte ich den kleinen Racker hinunterheben, was ihm nicht sonderlich gefiel, aber als er wieder festen Boden unter den Pfoten hatte, gab er wieder ordentlich Gas. Wir erklommen nur noch die steile Eisentreppe und dann hatten wir es geschafft. Zusammen marschierten wir zu unseren Autos und nahmen uns vor, bald wieder eine kleine Tour gemeinsam zu unternehmen.

Was man nicht im Kopf hat….

Der Winter bremste meine sportlichen Aktivitäten etwas aus, da das Wetter oft extrem scheuslich war, aber eines Tages im Jänner 2009, lag doch noch schöner Schnee auf der Kapleralm und die Sonne zeigte sich auch ausnahmsweise.

So beschloß ich mit meinem Hund zusammen eine kleine Schitour zu unternehmen. Ich fuhr auf die Kapleralm, ließ meinen Hund aus dem Auto hüpfen, der gleich die gescheckten Schweine hinter dem Almhaus besuchte und dann als ich meine Tourenschi aus dem Auto nahm, dämmerte es mir! Ich habe den Rucksack mit den Steigfellen zu Hause gelassen!

Was tun? Nochmals nach Hause fahren, war mir auch zu dumm, so schnallte ich mir die Schi an, rief meinen Hund und stapfte unverdrossen den nicht allzu steilen Weg bergan. Ich mußte natürlich kräftig schieben und oft auch die Schi verkanten um nicht nach hinten zu rutschen, aber irgendwie schaffte ich dann doch den Aufstieg zum Runzelberg. Wenigstens kam diese Aktion meinem Kalorienverbrauch zu Gute.

Beim Kreuz angekommen, machte ich nicht lange Halt, da ich durch die Anstrengung total naßgeschwitzt war. Beni schnüffelte ein wenig herum, da machte ich mich an die Abfahrt, was bei meiner Erfahrung im Geländeschifahren immer das schwierigere Unterfangen ist. Beni staunte nicht schlecht, als ich ihn überholte, ansonst laufe ich immer hinter ihm her und ich begann die Abfahrt zu genießen. Im Gegensatz zu dem mühsamen Aufstieg lief es jetzt ganz prächtig, nur einmal kam ich zu Sturz, das war aber auch nicht schlimm. So erreichten mein Hund und ich recht flott das Almhaus und wir beschlossen ein wenig einzukehren. Die Schi im Auto verstaut, und schon saßen wir in gemütlicher Runde am Küchentisch und ich erzählte von meiner anstrengenden Tour. Es bewahrheitete sich das Sprichwort, was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen (und Armen, denn der Muskelkater vom Stockeinsatz, war auch nicht von schlechten Eltern….)

Zur Gamsbrunft ins Gesäuse

Der Nationalpark Geäuse bietet wunderbare und interessante, geführte Wanderungen an, bei denen man von einem Revierjäger oder einem Nationalparkranger begleitet wird, und ich habe mich diesmal für die Gamsbrunft im Spätherbst entschieden.

So fuhr ich schon zeitig in der Früh nach Johnsbach um pünktlich beim Treffpunkt zu sein. Bald erschien Christoph der Revierjäger und zwei weitere Herren, die auch für diese Tour angemeldet waren. Ich chauffierte einen der Herren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung und mußte meine Fahrkünste auf einer holprigen Forststraße unter Beweis stellen. Zum Glück nimmt mir mein kleiner Fiat Panda solche Ausflüge in die Botanik nicht übel.

Wir erreichten einen Jagdsteig und Christoph marschierte mit seinem braven Jagdhund Aron zügig voran. Bald schon erreichten wir die Baumgrenze und auf einer Geröllhalde konnten wir die ersten Gämsen sehen. Wir rasteten kurze Zeit und beobachteten die Tiere. Leider war es an diesem Tag ziemlich mild, so daß die Gamsböcke nicht in Stimmung waren, und wir nicht die typischen Treibjagden, die sich die Böcke in der Brunft sonst liefern, zu sehen bekamen. Aber es war trotzdem ein besonderes Erlebniss, abseits der “Trampelpfade” die Gebirgswelt sehr intensiv zu erleben.

Über eine ziemlich steile Schotterhalde ging es weiter, wir pirschten uns sehr leise vorwärts um die Tiere nicht zu verschrecken, da brach ein Felsen an dem ich mich gerade festhalten wollte, mit Gepolter in die Tiefe. Zum Glück verlor ich nicht das Gleichgewicht, aber ich ärgerte mich sehr über das Mißgeschick. Die Gämsen waren von dem Lärm nicht allzu beeindruckt und ließen sich beim Äsen nicht stören. Ich schwor mir, beim nächsten derartigen Pirschgang habe ich auch so einen praktischen Jagdstock, mit dem man sich im unwegsamen Gelände recht gut behelfen kann.

Wir hielten immer wieder an, um die Kletterkünste der Gämsen zu bewundern, und Aron zitterte am ganzen Leib vor Jagdfieber. Ab und zu winselte er ein wenig, was aber vom Jäger schnell unterbunden wurde. Da ist mein Hund Benjamin schon ein anderes Kaliber, wäre er ohne Leine, würde er die Spuren intensiv verfolgen und an der Leine würde er mich ohne Rücksicht auf Verluste übers Geröll schleifen. Man soll nicht glauben, wieviel Kraft so ein kleiner Beagle entwickeln kann, wenn er eine aufregende Fährte entdeckt hat. Darum mußte Beni bei dieser Tour zu Hause bleiben!

Nach einer ausgiebigen Rast am Fuße des Hochtors machten wir uns dann an den Abstieg ins Tal, um uns von Christoph und Aron zu verabschieden. Wir drei Wanderer nahmen dann noch im Gasthaus Donner Platz um bei einem feinen Mittagessen, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen.

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das Gesäuse im Spätherbst….

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Die Gemse trägt schon ihr Winterkleid

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Revierjäger Christoph und sein Hund Aron, daneben einer der gar nicht genug bekommen konnte…

Von Johnsbach zur Hesshütte

 Meine letzte größere Tour im Jahr 2008 führte mich im Gesäuse von Johnsbach hinauf zum Sulzkarhund und danach weiter zur Hesshütte. Diese Tour unternahm ich alleine, nur in Begleitung meiner neuen Spiegelreflexkamera, die ich gründlich testen wollte.

Ich fuhr an einem wunderschönen Herbsttag ins Gesäuse nach Johnsbach um beim Gasthaus Kölblwirt mit dem Aufstieg zu beginnen. Ein schönes Stück durch den Wald bergauf und bald schon hatte ich ein beeindruckendes Gebirgspanorama vor mir.

Ein Teil des Weges war sehr morastig und rutschig, bin zum Glück  nicht auf dem Hosenboden gelandet. Nach diesem unangenehmen Abschnitt gelangte ich aber auf eine wunderschöne Alm, die in der ersten Morgensonne vor mir lang. Eine Gämse zog langsam an einer der Hütten vorbei und die Lärchen erstrahlten in intensivem Gelb. Man merkte nun auch den Spätherbst, die einzelnen Wasserlachen waren schon von einer dünnen Eisschicht überzogen und das kurze Gras war von Raureif bedeckt. Vor mir ragte das Zinnödel auf und rechts davon sah ich die kleine Felsformation des Sulzkarhundes.

Am Weg zur Hesshütte befand sich die Abzweigung hinauf zum Sulzkarhund und ich wollte unbedingt noch diesen kleinen Abstecher machen. Nach einigen Metern Aufstieg traf ich auf ein ganzes Rudel Gämsen, die sich von mir nicht stören ließen, so konnte ich ein paar schöne Fotos machen. Nach dieser erfreulichen Begegnung waren auch die letzten paar Höhenmeter bald geschafft. Beim Sulzkarhund traf ich einen netten Wanderer, mit dem ich mich ein wenig unterhielt und machte dann eine ausgiebige Rast, um die wunderschöne Bergwelt in Ruhe zu betrachten.

Der Abstieg ging dann recht flott und in kurzer Zeit erreichte ich die Hesshütte. Dort ließ ich mich an einem sonnigen Platz nieder und holte mir eine dampfende Kaspressknödelsuppe. Die schmeckte einfach köstlich! Dazu einen Radler und ich fühlte mich rundum wohl. Nach dieser Stärkung ging ich zurück über die schöne Alm um dann wieder zu der “Schlammstrecke” zu gelangen. Hier wurde mein Gleichgewichtssinn hart auf die Probe gestellt, aber außer daß die Schuhe extrem schmutzig wurden, kam ich unbeschadet auf einem schönen Steig im Wald an.

Bei den letzten Felsen machte ich dann noch ein paar stimmungsvolle Fotos und schon begann der letzte Teil des Abstiegs hinunter zum Kölblwirt. Wohlbehalten erreichte ich mein Auto und zufrieden trat ich die Heimreise an.

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Aufstieg vom Johnsbachtal….

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der Herbst in seiner ganze Pracht….

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Ankunft bei der Hesshütte…..

Vom Bodenbauer zur Sonnschienalm

Am 10. 10. 08 herrschte noch immer wunderbares mildes Herbstwetter. So packte ich meinen Hund und meinen Rucksack ins Auto und wir fuhren die weite Strecke nach Aflenz und von dort weiter zum Gasthof Bodenbauer, der ein beliebter Ausgangspunkt für viele Wanderungen im Hochschwabgebiet ist.

Wir orientierten uns an den vielen Wegweisern und machten uns an den anstrengenden Anstieg hinauf zur Häuselalm. Wir wanderten im Nebel und das Röhren der Hirsche begleitete uns einige Zeit, doch plötzlich kam die Sonne heraus und die ersten Felszacken waren zu sehen. Auf der Häuselalm angekommen, trank ich nur schnell einen Tee und dann durfte Benjamin auf dem schönen übersichtlichen Steig endlich von der Leine.

Zu rechter Hand erblickten wir dann den wunderschönen Sackwiesensee und wir beschlossen den See zu umrunden. Ich konnte mich an dem herrlichen Panorama kaum satt sehen. Zu unserem Leidwesen war der Steig um den See, stellenweise sehr schmutzig. Benjamin sah aus, als hätte er eine Schlammpackung gemacht, was meinen kleinen Hund aber nicht weiter störte.

Nach dem Abstecher zum See suchten wir uns wieder den Weg zur Sonnschienalm, und bald tauchte die Silhouette des Ebensteins auf. Wir marschierten über schöne Almwiesen und erreichten die Sonnschienalmhütte, die aber schon geschlossen war. Beni und ich suchten uns bei einer nahe gelegenen Kapelle ein schönes Plätzchen und machten eine ausgiebige Rast. Danach packte ich meine Siebensachen wieder zusammen und wir machten uns auf den Rückweg zur Häuselalm. Auf dem Weg dorthin begann mein vierbeiniger Begleiter plötzlich ein wenig zu humpeln und an seiner Pfote zu lecken. Ich untersuchte seinen Vorderlauf und bemerkte eine kleine Abschürfung am Pfotenballen. Zum Glück hatte ich einen kleinen Hundestiefel mit und konnte die Verletzung versorgen. Beni fand die Beinbekleidung nicht so toll, aber bald sah er ein, daß er damit keine Schmerzen hatte und so trottete er tapfer neben mir her.

Auf der Häuselalm versorgte ich mich mit Speis und Trank und auch Beni wurde verköstigt. In der Nähe der Hütte fielen mir einige ungehobelte Typen auf, die abfällige Bemerkungen machten und nicht sehr vertrauenserweckend aussahen. Wir verließen die gemütliche Hütte und machten uns an den Abstieg, aber nach kurzer Zeit kam die Gruppe kahlgeschorener Männer hinter uns her und quatschte mich blöd an. Sie überlegten laut, ob sie der Hund wohl beißen würde usw. Ich muß gestehen, da hatte ich das erste Mal etwas Angst und ich war sehr froh, daß ich Benjamin bei mir hatte. Wenn er auch kein großer Hund ist, so ist er aber doch recht kräftig und kann ganz super knurren. Ich scherte mich nicht um die Männer und bald schon hatten sie uns überholt und ließen uns zum Glück unbehelligt. Erleichtert setzten wir unseren Weg fort und erfreuten uns noch an dem herrlichen Anblick, den die schöne Bergwelt uns bot.

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Benis kleine Verletzung war nach etlichen Tagen Schonung Gott sei Dank schnell wieder verheilt.

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der Sackwiesensee

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der Abstieg von der Häuselalm zum Gasth. Bodenbauer

Von der Tagles auf den Dürrenstein

Ende September 2008, hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte uns herrliches Herbstwetter. Eine Arbeitskollegin rief mich an, sie würde gerne ein Bergtour machen, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr auf den Dürrenstein zu gehen.

Ich ließ mich nicht lange bitten, setzte Benjamin ins Auto und zu dritt rauschten wir nach Holzhüttenboden. Dort angekommen ließ ich meinen Hund los, er erschnüffelte vor uns den Steig und wir marschierten recht zügig hinter ihm her. Am Fuße des Scheiblingsteins kamen wir durch den Hochwald rasch voran und bald erreichten wir den steilen Steig hinauf zur Herrnalm. Da wurde es nun ein wenig schweißtreibend, aber nach einer halben Stunde hatten wir die schöne Alm erreicht. Wir nahmen eine kleine Abkürzung und gelangten nach kurzer Zeit zum schönsten Teil unserer Wanderung. Über Almwiesen mit wunderbarer Aussicht hinunter zum Obersee kamen wir zum letzten Anstieg vor dem Gipfel.

Mein kleiner Hund sauste vergnügt durch die Latschen und erreichte den Gipfel einige Minuten vor uns. Als auch wir ankamen, saß der kleine Racker schon neben den anderen Wanderern am Gipfel und wurde fleißig gefüttert. Der kleine Gipfelstürmer wurde gebührend bewundert und gelobt, denn kaum jemand traute dem kurzbeinigen Hund den weiten Weg auf den Dürrenstein zu.

Wir plauderten ein wenig mit den Bergkameraden, dann machten auch wir uns über unsere Gipfeljause her, an der Benjamin natürlich auch noch beteiligt wurde. Er erschrak manchmal über die Bergdohlen, die über unseren Köpfen kreisten um auch das eine oder andere Stück Brot oder Wurst zu ergattern. Nach einer Stunde Erholung machten wir uns wieder an den Abstieg zur Herrnalm.

Meine Freundin entdeckte noch eine Menge Preiselbeeren, die wir natürlich auch noch kosten mußten. Danach erreichten wir in flottem Tempo die Herrnalm, wo wir mit einigen netten Wanderern zusammentrafen. Nach einer weiteren Rast nahmen wir den steilen Abstieg ins Tal hinunter in Angriff. Wohlbehalten brachten wir drei den etwas rutschigen Steig hinter uns und danach ging es nur mehr im leichten Auf und Ab zu unserem Auto.

Müde aber zufrieden ringelte sich Beni gleich auf seiner Decke zusammen und wir sanken k.o. aber glücklich in die Autositze. Zu Hause angekommen sprachen wir noch lange über diese wunderschöne Bergtour.

Blick auf den Obersee..

Benjamin der kleine Gipfelstürmer

Elfie und Beni vor dem Abstieg ins Tal…

Von Lunz nach Maierhöfen und retour

Am 9. 10. 09 gab es prächtiges Herbstwetter und so war wieder ein kleine Wanderung in Begleitung meines Hundes angesagt.

Wir fuhren nach Lunz, um am Seeparkplatz das Auto abzustellen und dann begannen wir mit der Umrundung des Sees. Habe einige wunderschöne Fotos vom herbstlichen Lunzersee gemacht, nur habe ich mit dem Horizont so manchmal meine Probleme, das heißt die Bilder sind etwas schief geraten. Leider bemerkte ich das erst am Computermonitor.

Wir erreichten bald das Ende des Sees und da sich mein Hund sehr brav benahm, durfte er den Weg zum “Durchlass” wo ein schönes Bauernhaus steht, frei laufen. In der Nähe des Hofes gibt es mehrere Wildfütterungen, was darauf schließen lässt, das im Haus Durchlass ein Jäger wohnt. Gerade dort mußte nun mein kleiner Schlingel einen Hasen aufstöbern, um ihn mit lautem Gekläff zu verfolgen. Ich kroch durch das dichte Unterholz um den Wahnsinnigen an die Leine zu bekommen, da ging der kleine Herr schon wieder auf der Forststraße spazieren. Ich schnappte ihn mir und die Hasenjagd hatte ein jähes Ende.

Zusammen stapften wir dann den schönen Steig zur Ois hinunter, wo sich Benjamin dann so richtig erfrischen konnte. Danach ging es wieder hinauf zum Maiszinken und weiter zum Gasthof Rehberg, wo ich mir eine köstliche Kürbissuppe kaufte. Nachdem auch Beni seine Leckerlis erhalten hatte, wanderten wir nochmals bergauf, durch den in allen Farben leuchtenden Wald, um entlang eines Grats und nach einem relativ steilen Abstieg, wieder zum Seeparkplatz zu gelangen.

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Gutenbrunn und Ysperklamm

Nach einigen anstrengenden Diensten habe ich endlich frei, aber das Wetter spielt wieder mal völlig verrückt. So schaue ich im Internet nach und siehe da, im Waldviertel lacht die Sonne. Hund ins Auto, Rucksack hinterher und schon brausen wir nach Gutenbrunn.

Dort angekommen scheint wirklich die Sonne und wir marschieren eine schöne Runde um den kleinen See. Wir bewundern die riesigen Granitblöcke, die für das Waldviertel so typisch sind und Benjamin schnüffelt an seiner ersten Wildschweinfährte.

Nach ca. 2 Std gemütlicher Erkundung kehren wir zum Gasthof “Seewolf” zurück, wo ich mir ein herrliches Wildragout einverleibe. Da wir noch viel Zeit haben, überlege ich mir noch eine weitere Tour. Da kommt mir die Ysperklamm in den Sinn. Die liegt ja auf dem Heimweg. So fahren wir zum Ausgangspunkt dieser herrlichen Klammwanderung und es kann losgehen.

Da fast keine anderen Wanderer unterwegs sind, lasse ich meinen Hund von der Leine und er genießt das Herumtollen zwischen den Felsen und Wasserbassins der Klamm. Mir läuft fast der Fotoapparat heiß, so viele schöne Motive gibt es abzulichten. Das satte Grün der Moospolster, das Wasser und der herbstlich verfärbte Buchenwald, bieten einfach ein traumhafte Kulisse. Wir marschieren und staunen, dann entdecke ich noch den “Druidenweg” der bis nach Gutenbrunn führt.

An diesem Tag habe ich leider nicht mehr so viel Zeit, diesen Weg auch noch zu erkunden, aber ich werde bald zurückkommen um diese Wanderung genauer zu recherchieren, damit ich sie  in mein Repertoir der geführten Touren aufnehmen kann.

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kleiner See in Gutenbrunn

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in der Ysperklamm

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Granitblöcke in der herbstlichen Klamm

Vom Leckermoos auf die Schwarzalm

Am 19. 8. 08 wollte ich zusammen mit meinem Hund unsere nächste Umgebung wieder etwas genauer erkunden und so fuhr ich nach Göstling um vom Hochreith aus, das Hochmoor Leckermoos und die Schwarzalm zu besuchen.

Das Moor wurde zu dieser Zeit fast von Disteln überwuchert und man konnte viele Schmetterlinge sehen. Auf einer schönen Forststraße ging es dann Richtung Schwarzalm. Aber bald schon war dieser bequeme Anstieg zu Ende und wir kamen zum sogenannten “Knieschnacklersteig” auf dem ich bergauf ganz schön ins Schwitzen kam.

Wir erreichten aber dennoch den Grat und hatten erstmals einen schönen Blick auf den Dürrenstein. Danach wandelt sich das Landschaftsbild und auf einer wunderbaren Almwiese konnten wir entspannt weiterwandern. Wir kamen an einer schönen Jagdhütte und an vielen Wiedetieren vorbei. Bei einem Hochstand machten wir unsere 1. Rast und danach ging es auf einem  abwechslungsreichen Steig weiter zur Schwarzalm, die wir nach ca. einer 3/4 Std. erreichten.

Ich unterhielt mich mit den jungen Halterleuten, trank meinen Radler, derweilen hatte mein Hund mit den freilaufenden Ziegen so seine Probleme, denn die waren mehr an ihm interessiert, als ihm lieb war. So suchte er Schutz bei mir und unter dem Tisch, aber die Ziegen ließen ihm auch dort keine Ruhe. So bezahlte ich und suchte mir auf dem Rückweg ein besseres Plätzchen, um auch meinem kleinen Begleiter seine wohlverdiente Pause zu gönnen.

Nachdem wir beide wieder gestärkt waren, machten wir uns auf den Weg zu den schönen Wiesenböden, wo wir noch einmal kurz in der Nähe der Jagdhütte rasteten. Danach ließ ich Beni von der Leine und wir begannen den steilen Abstieg hinunter zum Moor. Im Leckermoos angekommen vollendeten wir die Runde um das Moor und statteten dem kleinen “Moorauge” noch einen Besuch ab.

Beni vor dem Moorauge im Leckermoos

 Auf den Wiesenböden

Von der Eisenerzer Ramsau auf das Wildfeld und den Stadelstein

Für den 18. 8. 08 war wieder perfektes Wanderwetter angesagt. So suchte ich in einem meiner zahlreichen Wanderführer nach einem geeigneten Ziel. Meine Wahl fiel auf den Stadelstein in den Eisenerzer Alpen, den ich noch nicht kannte.

Schnell meine Freundin aktiviert, denn so ganz alleine mochte ich diese lange Tour doch nicht machen und wir fuhren zusammen nach Eisenerz. In der Ramsau angekommen machten wir uns an den Aufstieg zur Teichalm. Nach einem ziemlich anstrengenden Stück Waldweg, daß auch noch durch Waldarbeiten und Windwürfe erschwert wurde, klangen uns bei der Ankunft auf der Teichalm, Harmonikaklänge entgegen. Ein Bewohner der gemütlichen kleinen Hütte spielte ein morgendliches Ständchen auf seiner Steirischen. Da ließen wir uns gleich nieder, rasteten und sprachen mit den Halterleuten.

Doch bald brachen wir wieder auf, Richtung Wildfeld. Wir trafen noch einen netten Wanderer und gemeinsam erklommen wir den steilen Pfad hinauf zum Gipfel. Wollte diese Tour gerne in mein Programm aufnehmen, aber angesichts der abschüssigen Wiesenhänge und des schmalen Steiges mußte ich diesen Weg als absturzgefährdet einstufen. Somit ist für mich dieser Steig, für eine geführte Wanderung zu gefährlich.

Wir beobachteten einige Murmeltiere und Gämsen (da war ich recht froh, meinen Hund nicht dabeizuhaben) und erreichten bald darauf das kleine Gipfelkreuz des Wildfelds. Wir zückten die Fotoapparate um die vielen schönen Blumen und die tolle Aussicht auf Bilder zu bannen, danach ging es weiter auf einem schönen Steig über einen Wiesensattel hinüber zum Stadelstein. Auf einem felsigen Anstieg erreichten wir dann diesen Gipfel und bewunderten den herrlichen Bick zum Erzberg, der mit seinen zahlreichen Rotnuancen einen schönen Kontrast zu den anderen Bergen bildete.

Nach einer ausgiebigen Rast machten wir uns an den gnadenlos steilen Abstieg zum Ochsenboden, wo sich wirklich eine Menge brauner Kühe tummelte und auf einem schönen Steig erreichten wir dann die Hochalm, deren urige Hütte von einem ausgesprochenen Witzbold bevölkert wird. Leider war er gerade nicht anwesend. Das Klo ist z. B. mit einer Alarmanlage ausgestattet, und es gibt rund um die Hütte viele kuriose Schnitzereien und präparierte Tiere zu sehen.

Nachdem wir den Ausblick hinüber zum Kaiserschild, der mächtig vor uns aufragte noch genossen, ging es die letzte halbe Stunde zum Parkplatz hinunter und wir hatten wieder eine herrliche Tour absolviert.

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Aufstieg zum Wildfeld…

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am Wildfeld

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Der Stadelstein mit Blick auf den Erzberg