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- 10.2.2010: Im Wildnisgebiet Dürrenstein
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Was man nicht im Kopf hat….
20.3.2009 von Andrea.
Der Winter bremste meine sportlichen Aktivitäten etwas aus, da das Wetter oft extrem scheuslich war, aber eines Tages im Jänner 2009, lag doch noch schöner Schnee auf der Kapleralm und die Sonne zeigte sich auch ausnahmsweise.
So beschloß ich mit meinem Hund zusammen eine kleine Schitour zu unternehmen. Ich fuhr auf die Kapleralm, ließ meinen Hund aus dem Auto hüpfen, der gleich die gescheckten Schweine hinter dem Almhaus besuchte und dann als ich meine Tourenschi aus dem Auto nahm, dämmerte es mir! Ich habe den Rucksack mit den Steigfellen zu Hause gelassen!
Was tun? Nochmals nach Hause fahren, war mir auch zu dumm, so schnallte ich mir die Schi an, rief meinen Hund und stapfte unverdrossen den nicht allzu steilen Weg bergan. Ich mußte natürlich kräftig schieben und oft auch die Schi verkanten um nicht nach hinten zu rutschen, aber irgendwie schaffte ich dann doch den Aufstieg zum Runzelberg. Wenigstens kam diese Aktion meinem Kalorienverbrauch zu Gute.
Beim Kreuz angekommen, machte ich nicht lange Halt, da ich durch die Anstrengung total naßgeschwitzt war. Beni schnüffelte ein wenig herum, da machte ich mich an die Abfahrt, was bei meiner Erfahrung im Geländeschifahren immer das schwierigere Unterfangen ist. Beni staunte nicht schlecht, als ich ihn überholte, ansonst laufe ich immer hinter ihm her und ich begann die Abfahrt zu genießen. Im Gegensatz zu dem mühsamen Aufstieg lief es jetzt ganz prächtig, nur einmal kam ich zu Sturz, das war aber auch nicht schlimm. So erreichten mein Hund und ich recht flott das Almhaus und wir beschlossen ein wenig einzukehren. Die Schi im Auto verstaut, und schon saßen wir in gemütlicher Runde am Küchentisch und ich erzählte von meiner anstrengenden Tour. Es bewahrheitete sich das Sprichwort, was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen (und Armen, denn der Muskelkater vom Stockeinsatz, war auch nicht von schlechten Eltern….)
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Zur Gamsbrunft ins Gesäuse
20.3.2009 von Andrea.
Der Nationalpark Geäuse bietet wunderbare und interessante, geführte Wanderungen an, bei denen man von einem Revierjäger oder einem Nationalparkranger begleitet wird, und ich habe mich diesmal für die Gamsbrunft im Spätherbst entschieden.
So fuhr ich schon zeitig in der Früh nach Johnsbach um pünktlich beim Treffpunkt zu sein. Bald erschien Christoph der Revierjäger und zwei weitere Herren, die auch für diese Tour angemeldet waren. Ich chauffierte einen der Herren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung und mußte meine Fahrkünste auf einer holprigen Forststraße unter Beweis stellen. Zum Glück nimmt mir mein kleiner Fiat Panda solche Ausflüge in die Botanik nicht übel.
Wir erreichten einen Jagdsteig und Christoph marschierte mit seinem braven Jagdhund Aron zügig voran. Bald schon erreichten wir die Baumgrenze und auf einer Geröllhalde konnten wir die ersten Gämsen sehen. Wir rasteten kurze Zeit und beobachteten die Tiere. Leider war es an diesem Tag ziemlich mild, so daß die Gamsböcke nicht in Stimmung waren, und wir nicht die typischen Treibjagden, die sich die Böcke in der Brunft sonst liefern, zu sehen bekamen. Aber es war trotzdem ein besonderes Erlebniss, abseits der “Trampelpfade” die Gebirgswelt sehr intensiv zu erleben.
Über eine ziemlich steile Schotterhalde ging es weiter, wir pirschten uns sehr leise vorwärts um die Tiere nicht zu verschrecken, da brach ein Felsen an dem ich mich gerade festhalten wollte, mit Gepolter in die Tiefe. Zum Glück verlor ich nicht das Gleichgewicht, aber ich ärgerte mich sehr über das Mißgeschick. Die Gämsen waren von dem Lärm nicht allzu beeindruckt und ließen sich beim Äsen nicht stören. Ich schwor mir, beim nächsten derartigen Pirschgang habe ich auch so einen praktischen Jagdstock, mit dem man sich im unwegsamen Gelände recht gut behelfen kann.
Wir hielten immer wieder an, um die Kletterkünste der Gämsen zu bewundern, und Aron zitterte am ganzen Leib vor Jagdfieber. Ab und zu winselte er ein wenig, was aber vom Jäger schnell unterbunden wurde. Da ist mein Hund Benjamin schon ein anderes Kaliber, wäre er ohne Leine, würde er die Spuren intensiv verfolgen und an der Leine würde er mich ohne Rücksicht auf Verluste übers Geröll schleifen. Man soll nicht glauben, wieviel Kraft so ein kleiner Beagle entwickeln kann, wenn er eine aufregende Fährte entdeckt hat. Darum mußte Beni bei dieser Tour zu Hause bleiben!
Nach einer ausgiebigen Rast am Fuße des Hochtors machten wir uns dann an den Abstieg ins Tal, um uns von Christoph und Aron zu verabschieden. Wir drei Wanderer nahmen dann noch im Gasthaus Donner Platz um bei einem feinen Mittagessen, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen.
das Gesäuse im Spätherbst….
Die Gemse trägt schon ihr Winterkleid
Revierjäger Christoph und sein Hund Aron, daneben einer der gar nicht genug bekommen konnte…
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Vom Bodenbauer zur Sonnschienalm
19.3.2009 von Andrea.
Am 10. 10. 08 herrschte noch immer wunderbares mildes Herbstwetter. So packte ich meinen Hund und meinen Rucksack ins Auto und wir fuhren die weite Strecke nach Aflenz und von dort weiter zum Gasthof Bodenbauer, der ein beliebter Ausgangspunkt für viele Wanderungen im Hochschwabgebiet ist.
Wir orientierten uns an den vielen Wegweisern und machten uns an den anstrengenden Anstieg hinauf zur Häuselalm. Wir wanderten im Nebel und das Röhren der Hirsche begleitete uns einige Zeit, doch plötzlich kam die Sonne heraus und die ersten Felszacken waren zu sehen. Auf der Häuselalm angekommen, trank ich nur schnell einen Tee und dann durfte Benjamin auf dem schönen übersichtlichen Steig endlich von der Leine.
Zu rechter Hand erblickten wir dann den wunderschönen Sackwiesensee und wir beschlossen den See zu umrunden. Ich konnte mich an dem herrlichen Panorama kaum satt sehen. Zu unserem Leidwesen war der Steig um den See, stellenweise sehr schmutzig. Benjamin sah aus, als hätte er eine Schlammpackung gemacht, was meinen kleinen Hund aber nicht weiter störte.
Nach dem Abstecher zum See suchten wir uns wieder den Weg zur Sonnschienalm, und bald tauchte die Silhouette des Ebensteins auf. Wir marschierten über schöne Almwiesen und erreichten die Sonnschienalmhütte, die aber schon geschlossen war. Beni und ich suchten uns bei einer nahe gelegenen Kapelle ein schönes Plätzchen und machten eine ausgiebige Rast. Danach packte ich meine Siebensachen wieder zusammen und wir machten uns auf den Rückweg zur Häuselalm. Auf dem Weg dorthin begann mein vierbeiniger Begleiter plötzlich ein wenig zu humpeln und an seiner Pfote zu lecken. Ich untersuchte seinen Vorderlauf und bemerkte eine kleine Abschürfung am Pfotenballen. Zum Glück hatte ich einen kleinen Hundestiefel mit und konnte die Verletzung versorgen. Beni fand die Beinbekleidung nicht so toll, aber bald sah er ein, daß er damit keine Schmerzen hatte und so trottete er tapfer neben mir her.
Auf der Häuselalm versorgte ich mich mit Speis und Trank und auch Beni wurde verköstigt. In der Nähe der Hütte fielen mir einige ungehobelte Typen auf, die abfällige Bemerkungen machten und nicht sehr vertrauenserweckend aussahen. Wir verließen die gemütliche Hütte und machten uns an den Abstieg, aber nach kurzer Zeit kam die Gruppe kahlgeschorener Männer hinter uns her und quatschte mich blöd an. Sie überlegten laut, ob sie der Hund wohl beißen würde usw. Ich muß gestehen, da hatte ich das erste Mal etwas Angst und ich war sehr froh, daß ich Benjamin bei mir hatte. Wenn er auch kein großer Hund ist, so ist er aber doch recht kräftig und kann ganz super knurren. Ich scherte mich nicht um die Männer und bald schon hatten sie uns überholt und ließen uns zum Glück unbehelligt. Erleichtert setzten wir unseren Weg fort und erfreuten uns noch an dem herrlichen Anblick, den die schöne Bergwelt uns bot.
Benis kleine Verletzung war nach etlichen Tagen Schonung Gott sei Dank schnell wieder verheilt.
der Sackwiesensee
der Abstieg von der Häuselalm zum Gasth. Bodenbauer
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Von der Tagles auf den Dürrenstein
19.3.2009 von Andrea.
Ende September 2008, hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte uns herrliches Herbstwetter. Eine Arbeitskollegin rief mich an, sie würde gerne ein Bergtour machen, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr auf den Dürrenstein zu gehen.
Ich ließ mich nicht lange bitten, setzte Benjamin ins Auto und zu dritt rauschten wir nach Holzhüttenboden. Dort angekommen ließ ich meinen Hund los, er erschnüffelte vor uns den Steig und wir marschierten recht zügig hinter ihm her. Am Fuße des Scheiblingsteins kamen wir durch den Hochwald rasch voran und bald erreichten wir den steilen Steig hinauf zur Herrnalm. Da wurde es nun ein wenig schweißtreibend, aber nach einer halben Stunde hatten wir die schöne Alm erreicht. Wir nahmen eine kleine Abkürzung und gelangten nach kurzer Zeit zum schönsten Teil unserer Wanderung. Über Almwiesen mit wunderbarer Aussicht hinunter zum Obersee kamen wir zum letzten Anstieg vor dem Gipfel.
Mein kleiner Hund sauste vergnügt durch die Latschen und erreichte den Gipfel einige Minuten vor uns. Als auch wir ankamen, saß der kleine Racker schon neben den anderen Wanderern am Gipfel und wurde fleißig gefüttert. Der kleine Gipfelstürmer wurde gebührend bewundert und gelobt, denn kaum jemand traute dem kurzbeinigen Hund den weiten Weg auf den Dürrenstein zu.
Wir plauderten ein wenig mit den Bergkameraden, dann machten auch wir uns über unsere Gipfeljause her, an der Benjamin natürlich auch noch beteiligt wurde. Er erschrak manchmal über die Bergdohlen, die über unseren Köpfen kreisten um auch das eine oder andere Stück Brot oder Wurst zu ergattern. Nach einer Stunde Erholung machten wir uns wieder an den Abstieg zur Herrnalm.
Meine Freundin entdeckte noch eine Menge Preiselbeeren, die wir natürlich auch noch kosten mußten. Danach erreichten wir in flottem Tempo die Herrnalm, wo wir mit einigen netten Wanderern zusammentrafen. Nach einer weiteren Rast nahmen wir den steilen Abstieg ins Tal hinunter in Angriff. Wohlbehalten brachten wir drei den etwas rutschigen Steig hinter uns und danach ging es nur mehr im leichten Auf und Ab zu unserem Auto.
Müde aber zufrieden ringelte sich Beni gleich auf seiner Decke zusammen und wir sanken k.o. aber glücklich in die Autositze. Zu Hause angekommen sprachen wir noch lange über diese wunderschöne Bergtour.
Blick auf den Obersee..
Benjamin der kleine Gipfelstürmer
Elfie und Beni vor dem Abstieg ins Tal…
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Von Lunz nach Maierhöfen und retour
19.3.2009 von Andrea.
Am 9. 10. 09 gab es prächtiges Herbstwetter und so war wieder ein kleine Wanderung in Begleitung meines Hundes angesagt.
Wir fuhren nach Lunz, um am Seeparkplatz das Auto abzustellen und dann begannen wir mit der Umrundung des Sees. Habe einige wunderschöne Fotos vom herbstlichen Lunzersee gemacht, nur habe ich mit dem Horizont so manchmal meine Probleme, das heißt die Bilder sind etwas schief geraten. Leider bemerkte ich das erst am Computermonitor.
Wir erreichten bald das Ende des Sees und da sich mein Hund sehr brav benahm, durfte er den Weg zum “Durchlass” wo ein schönes Bauernhaus steht, frei laufen. In der Nähe des Hofes gibt es mehrere Wildfütterungen, was darauf schließen lässt, das im Haus Durchlass ein Jäger wohnt. Gerade dort mußte nun mein kleiner Schlingel einen Hasen aufstöbern, um ihn mit lautem Gekläff zu verfolgen. Ich kroch durch das dichte Unterholz um den Wahnsinnigen an die Leine zu bekommen, da ging der kleine Herr schon wieder auf der Forststraße spazieren. Ich schnappte ihn mir und die Hasenjagd hatte ein jähes Ende.
Zusammen stapften wir dann den schönen Steig zur Ois hinunter, wo sich Benjamin dann so richtig erfrischen konnte. Danach ging es wieder hinauf zum Maiszinken und weiter zum Gasthof Rehberg, wo ich mir eine köstliche Kürbissuppe kaufte. Nachdem auch Beni seine Leckerlis erhalten hatte, wanderten wir nochmals bergauf, durch den in allen Farben leuchtenden Wald, um entlang eines Grats und nach einem relativ steilen Abstieg, wieder zum Seeparkplatz zu gelangen.
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Von der Eisenerzer Ramsau auf das Wildfeld und den Stadelstein
19.3.2009 von Andrea.
Für den 18. 8. 08 war wieder perfektes Wanderwetter angesagt. So suchte ich in einem meiner zahlreichen Wanderführer nach einem geeigneten Ziel. Meine Wahl fiel auf den Stadelstein in den Eisenerzer Alpen, den ich noch nicht kannte.
Schnell meine Freundin aktiviert, denn so ganz alleine mochte ich diese lange Tour doch nicht machen und wir fuhren zusammen nach Eisenerz. In der Ramsau angekommen machten wir uns an den Aufstieg zur Teichalm. Nach einem ziemlich anstrengenden Stück Waldweg, daß auch noch durch Waldarbeiten und Windwürfe erschwert wurde, klangen uns bei der Ankunft auf der Teichalm, Harmonikaklänge entgegen. Ein Bewohner der gemütlichen kleinen Hütte spielte ein morgendliches Ständchen auf seiner Steirischen. Da ließen wir uns gleich nieder, rasteten und sprachen mit den Halterleuten.
Doch bald brachen wir wieder auf, Richtung Wildfeld. Wir trafen noch einen netten Wanderer und gemeinsam erklommen wir den steilen Pfad hinauf zum Gipfel. Wollte diese Tour gerne in mein Programm aufnehmen, aber angesichts der abschüssigen Wiesenhänge und des schmalen Steiges mußte ich diesen Weg als absturzgefährdet einstufen. Somit ist für mich dieser Steig, für eine geführte Wanderung zu gefährlich.
Wir beobachteten einige Murmeltiere und Gämsen (da war ich recht froh, meinen Hund nicht dabeizuhaben) und erreichten bald darauf das kleine Gipfelkreuz des Wildfelds. Wir zückten die Fotoapparate um die vielen schönen Blumen und die tolle Aussicht auf Bilder zu bannen, danach ging es weiter auf einem schönen Steig über einen Wiesensattel hinüber zum Stadelstein. Auf einem felsigen Anstieg erreichten wir dann diesen Gipfel und bewunderten den herrlichen Bick zum Erzberg, der mit seinen zahlreichen Rotnuancen einen schönen Kontrast zu den anderen Bergen bildete.
Nach einer ausgiebigen Rast machten wir uns an den gnadenlos steilen Abstieg zum Ochsenboden, wo sich wirklich eine Menge brauner Kühe tummelte und auf einem schönen Steig erreichten wir dann die Hochalm, deren urige Hütte von einem ausgesprochenen Witzbold bevölkert wird. Leider war er gerade nicht anwesend. Das Klo ist z. B. mit einer Alarmanlage ausgestattet, und es gibt rund um die Hütte viele kuriose Schnitzereien und präparierte Tiere zu sehen.
Nachdem wir den Ausblick hinüber zum Kaiserschild, der mächtig vor uns aufragte noch genossen, ging es die letzte halbe Stunde zum Parkplatz hinunter und wir hatten wieder eine herrliche Tour absolviert.
Aufstieg zum Wildfeld…
am Wildfeld
Der Stadelstein mit Blick auf den Erzberg
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Mein bisher stärkstes Bergerlebnis!
23.7.2008 von Andrea.
Mein bisher stärkstes Bergerlebnis, machte nicht die Schwierigkeit einer Tour aus, sondern es war die Schönheit der Natur, die mich einfach überwältigte.
Im September 2007, hatten wir unsere Kirchechorproben wieder aufgenommen und ich sprach mit unserem Chorleiter Werner Tippelt, über verschieden schöne Bergwanderungen. Da erzählte er mir, von einem schönen Tal in der Nähe von Wildalpen. Mir war das Brunntal völlig unbekannt, aber da Werner so davon schwärmte, wollte ich mir das Ganze einmal selbst ansehen.
Am nächsten Tag, es war noch nebelig, aber es war einer dieser wunderbaren Herbstage zu erwarten, setzte ich meinen Hund ins Auto, schnappte mir meinen Fotoapparat und fuhr schön flott nach Wildalpen. Danach hielt ich nach der Abzweigung zum Brunntal Ausschau. Es gibt dort keinen Wegweiser, habe es aber dennoch rasch gefunden. Auto auf dem schönen Parkplatz abgestellt, Beni aus dem Auto gefischt und schon setzten wir uns an einem imposanten Forsthaus vorbei, in Bewegung.
Man muß sich nun vorstellen ich kannte diese Gegend überhaupt nicht, es hing dichter Nebel über dem Tal, ich sah nur den Brunnsee und den Wald der uns umgab. Einigemale hörte ich auch das Röhren der Hirsche, die zu dieser Zeit gerade in der Brunft waren. Beni interessierte sich auch sehr für die vielen Tierfährten und so kamen wir recht schnell voran. Ich war ca. schon eine Stunde unterwegs, als ich hoch oben die ersten Felsspitzen durch den Nebel erahnen konnte. Ich war schon zum Talschluß gelangt und wanderte die Forststraße noch bergauf, als sich plötzlich der Nebel lichtete und den Blick auf gewaltige Berge, deren Gipfel schon angeschneit waren, freigab.
Ich war von diesem Anblick einfach überwältigt! Ich hatte das Gefühl, gerade das achte Weltwunder entdeckt zu haben. Benjamin und ich standen ganz still und schauten und schauten. Nach einer Weile löste sich der Nebel auf und wir konnten das Brunntal in seiner ganzen Schönheit betrachten. Langsam machte ich mich wieder auf den Heimweg und beim Brunnsee hatte ich noch das Glück, einige schöne Fotos zu erhaschen . Ich setzte mich noch kurz auf ein Bankerl und lauschte dem Röhren der Hirsche, die sogar Mittags aktiv waren. Ich beschloß sofort, diese Wanderung in mein Programm aufzunehmen, weil dieses Naturjuwel möchte ich gerne vielen Menschen näher bringen!
am Brunnsee…..
Das, tauchte plötzlich aus dem Nebel auf !
Wieder zurück am Brunnsee…..
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Katze, Bär und Äffchen!
23.7.2008 von Andrea.
Was haben Katze, Bär und Äffchen gemeinsam? Das erfuhr ich am 26.8.07 bei einer geführten Murmeltierwanderung im Nationalpark Gesäuse.
Ich bin ein großer Gesäuse- und Naturfan, so habe ich mir bei einer Wanderung, etliche Prospekte über den Nationalpark Gesäuse mitgenommen. Da gab es sehr interessante, naturkundliche Wanderungen, die entweder von einem Berufsjäger oder von einem Nationalparkranger geführt werden. Ich habe mich für eine geführte Murmeltierwanderung angemeldet.
In Johnsbach angekommen, traf ich auf den Jäger, der uns führen sollte und auf einen Herrn, der auch an der Führung teilnahm. Der Jäger hatte noch seinen Freund dabei und so machten wir uns zu viert auf die Pirsch. Zuerst fuhren wir auf Forststraßen über die Almen, doch dann kamen wir zu einem unmarkierten Jagdsteig und los ging es. Gleich zu Beginn unserer Wanderung kreuzte ein Birkhahn unseren Weg, konnte ihn leider nicht fotografieren, da meine Anschleichkünste nicht ausreichend waren. Dann kamen wir zu dem Gebiet, wo unser Jäger eigentlich die Murmeltiere erwartete. Die hielten sich aber versteckt, weil ein Adler am Himmel seine Runden zog. So machten wir eine kleine Rast und warteten.
Es zeigten sich dafür viele Gämsen, die sehr dekorativ in den Felsen herumstanden und dann endlich war es so weit, wir erblickten Katze, Bär und Äffchen, wie die Mitglieder einer Murmeltierfamilie, heißen. Die Katze ist das weibliche Tier, der Bär das Männchen und als Äffchen werden die Jungtiere bezeichnet. Wir waren sehr angetan von diesen possierlichen Tierchen. Nach unserer Rast ging es noch höher zur nächsten Kolonie, wo wir auch einige Jungtiere sahen. Herrlich diesen Tieren beim Spielen und Herumtollen zusehen zu können. Wir haben es genossen!
Meine Fotos von den Murmeltieren sind zwar nicht so toll geworden, da ich ein zu schwaches Zoom habe, aber ich habe trotzdem fleißig die anderen Tiere und die herrliche Landschaft um uns herum fotografiert. Unser Revierjäger erklärte uns noch einige Besonderheiten der Murmeltiere und wir waren tief beeindruckt. Nachdem wir noch einen kleinen Gipfel erklommen hatten und uns daher noch ein schöner Ausblick auf die Bergwelt des Gesäuses vergönnt war, machten wir uns wieder an den Abstieg. Wir kamen noch an etlichen Gämsen und Murmeltieren vorbei, diese Wanderung, war wirklich ein einmaliges Naturerlebniss.
geführte Murmeltierwanderung im Gesäuse…
für die Gämse reichte mein Zoom….
auch mehrere Murmeltiere zeigten sich…
Streicheleinheiten für Aron, auf der Stadelfeldschneid…
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Vier lehrreiche Tage auf der Rax!
17.7.2008 von Andrea.
Am 27. 5. 2007 war es soweit, etwas nervös saß ich neben Rudolf Schneck, einem unserer Instruktoren, im Auto und wir fuhren Richtung Rax. Ich hatte nicht viel Ahnung was mich erwartet, beim Bergsteiggrundkurs, zu dem ich mich angemeldet hatte. Wir erreichten das Preiner Gscheid und warteten auf die anderen Instruktoren und Teilnehmer dieses Kurses, der von den Naturfreunden angeboten wurde. Bald war die Gruppe komplett und wir marschierten gemeinsam ca. 1Std. zum Waxriegelhaus. Dort wurde dann Quartier bezogen, wir wurden in Gruppen eingeteilt und dann ging es los.
Am ersten Tag war das Wetter ziemlich mieß und so gingen wir zu einigen Schneefeldern auf dem Hochplateau der Rax. Dort zeigte uns unser Instruktor wie man eine Sicherung baut, wenn ein Bergsteiger bei einer Gletscherüberschreitung in eine Spalte stürzen sollte. Wir waren beeindruckt, daß ein Pickel richtig in den Schnee eingegraben, dem Gewicht mehrerer Personen standhalten kann. Wir hängten uns zu dritt an ein Seil und versuchten im vollen Lauf den Pickel aus dem Schnee zu reißen, keine Chance. Das Ding hielt bombenfest. Danach machten wir auf einem riesigen Schneefeld noch Rutschversuche, hier wurde uns gezeigt, wie man im Falle eines Sturzes das Abrutschen auf einem Schneefeld verhindern oder zumindest bremsen kann. Die Sache war ziemlich steil und es hat mich Einiges an Überwindung gekostet, da auf dem Bauch liegend, runter zu rutschen und dabei zu versuchen in den Liegestütz zu kommen. Nachdem wir im Schneetreiben da oben herumgeturnt sind, machten wir uns an den Abstieg zum Waxriegelhaus, wo wir köstlich bekocht wurden.
Am nächsten Tag, ging es an die Einschulung im Gehen auf einem Klettersteig. Wir packten unsere schwere Ausrüstung in die Rucksäcke und dann ging es zum Preinerwandsteig. Habe ganz schön geschnauft, war in einer ziemlich sportlichen Gruppe eingeteilt, aber ich habe es auch bis zum Einstieg des Klettersteiges geschafft. Dann legten wir unter einigen Verrenckungen die Hüft- und Brustgurte an, es wurden uns die Verwendung der Karabiner erklärt und dann ging es aufwärts. Im kompakten Fels, habe ich mich sehr wohl gefühlt, es war toll zu klettern, der Steig ist nicht sehr schwierig, ich war fast traurig, als wir oben ankamen, ich wäre gerne noch länger herumgeklettert. Hat mir echt Spaß gemacht. Nach diesem kleinen Abenteuer kehrten wir in einer urigen Hütte ein, danach machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Felsspitze, wo wir Abseilmanöver übten. Das war auch recht lustig. Hatte eigentlich keine Angst, etwas ungut ist nur das Hinausklettern, bis man ordentlich in den Gurten sitzt und das Gewicht von den Beinen wegkommt und man richtig im Seil hängt. Ab diesem Moment ist das Abseilen recht einfach.
Am dritten Kurstag übten wir dann auf einem anderen Klettersteig, Seilmanöver. Es war immer herrlich die erschrockenen Gesichter anderer Wanderer zu sehen, die den Klettersteig ohne Ausrüstung gehen wollten, und uns dann in der vollen Klettermontur vor dem Einstieg stehen sahen. Wir beruhigten sie, indem wir ihnen erklärten, daß wir nur für Übungszwecke so massiv ausgrüstet sind. Haben uns gegenseitig gesichert, haben Seilkommandos kennengelernt und zum Abschluss haben wir noch versucht die verschiedensten Hacken ,”Friends” und Keile im Felsen zu verankern um Sicherungen zu bauen. War sehr interessant. Aber den “Eisenwarenladen” den man zu diesen Zweck mitschleppen muß hat auch ein ordentliches Gewicht. Nach dem Abstieg zur Hütte und einem feinen Nachtmahl gab es wie jeden Abend noch einen Vortrag zu wichtigen Themen, wie 1. Hilfe oder Orientierung. Wir hatten auch Kinder in diesem Kurs, die machten eine Nachtwanderung mit Fackeln, oder sie versuchten auf einer straff gespannten Leine zu balancieren. Die Kinder waren sichtlich begeistert von diesen ungewöhnlichen Aktivitäten.
Am vierten Tag gingen wir dann nochmals einen schönen Klettersteig, mit Eisenleitern und wir erreichten die Heukuppe, den höchsten Punkt der Rax. An wunderbar blühenden Enzian und Aurikel vorbei, stiegen wir über einen großen Umweg wieder zum Waxriegelhaus hinunter, wo wir etwas wehmütig unsere Leihausrüstung zurückgaben und uns ans Abschiednehmen machten. Wir hatten vier sehr lehrreiche Tage genossen, und ich denke, daß ich diesen Kurs vielleicht noch einmal absolvieren werde. Zumindest mein Interesse am Klettersteiggehen wurde geweckt und man bekam einen kleinen Einblick in die Welt des Bergsteigens. Und für 200€ für Kurs, Unterbringung und Leihausrüstung bekam man, so fand ich, Einiges geboten.
Mein herzlicher Dank gilt den Instruktoren, die uns wirklich viel beigebracht haben und auch sehr viel Verantwortung für die blutigen Anfänger übernehmen mußten, und an die tollen Wirtsleute des Waxriegelhauses, die für uns gekocht haben, wie in einem 4Sterne Lokal!
vor dem Einstieg in den Preinerwandsteig…
in voller Montur….
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