Archiv der Kategorie Wanderungen

Mein bisher stärkstes Bergerlebnis!

Mein bisher stärkstes Bergerlebnis, machte nicht die Schwierigkeit einer Tour aus, sondern es war die Schönheit der Natur, die mich einfach überwältigte.

Im September 2007, hatten wir unsere Kirchechorproben wieder aufgenommen und ich sprach mit unserem Chorleiter Werner Tippelt, über verschieden schöne Bergwanderungen. Da erzählte er mir, von einem schönen Tal in der Nähe von Wildalpen. Mir war das Brunntal völlig unbekannt, aber da Werner so davon schwärmte, wollte ich mir das Ganze einmal selbst ansehen.

Am nächsten Tag, es war noch nebelig, aber es war einer dieser wunderbaren Herbstage zu erwarten, setzte ich meinen Hund ins Auto, schnappte mir meinen Fotoapparat und fuhr schön flott nach Wildalpen. Danach hielt ich nach der Abzweigung zum Brunntal Ausschau. Es gibt dort keinen Wegweiser, habe es aber dennoch rasch gefunden. Auto auf dem schönen Parkplatz abgestellt, Beni aus dem Auto gefischt und schon setzten wir uns an einem imposanten Forsthaus vorbei, in Bewegung.

Man muß sich nun vorstellen ich kannte diese Gegend überhaupt nicht, es hing dichter Nebel über dem Tal, ich sah nur den Brunnsee und den Wald der uns umgab. Einigemale hörte ich auch das Röhren der Hirsche, die zu dieser Zeit gerade in der Brunft waren. Beni interessierte sich auch sehr für die vielen Tierfährten und so kamen wir recht schnell voran. Ich war ca. schon eine Stunde unterwegs, als ich hoch oben die ersten Felsspitzen durch den Nebel erahnen konnte. Ich war schon zum Talschluß gelangt und wanderte die Forststraße noch bergauf, als sich plötzlich der Nebel lichtete und den Blick auf gewaltige Berge, deren Gipfel schon angeschneit waren, freigab.

Ich war von diesem Anblick einfach überwältigt! Ich hatte das Gefühl, gerade das achte Weltwunder entdeckt zu haben. Benjamin und ich standen ganz still und schauten und schauten. Nach einer Weile löste sich der Nebel auf und wir konnten das Brunntal in seiner ganzen Schönheit betrachten. Langsam machte ich mich wieder auf den Heimweg und beim Brunnsee hatte ich noch das Glück, einige schöne Fotos zu erhaschen . Ich setzte mich noch kurz auf ein Bankerl und lauschte dem Röhren der Hirsche, die sogar Mittags aktiv waren. Ich beschloß sofort, diese Wanderung in mein Programm aufzunehmen, weil dieses Naturjuwel möchte ich gerne vielen Menschen näher bringen!

am Brunnsee…..

Das, tauchte plötzlich aus dem Nebel auf !

Wieder zurück am Brunnsee…..

Katze, Bär und Äffchen!

Was haben Katze, Bär und Äffchen gemeinsam? Das erfuhr ich am 26.8.07 bei einer geführten Murmeltierwanderung im Nationalpark Gesäuse.

Ich bin ein großer Gesäuse- und Naturfan, so habe ich mir bei einer Wanderung, etliche Prospekte über den Nationalpark Gesäuse mitgenommen. Da gab es sehr interessante, naturkundliche Wanderungen, die entweder von einem Berufsjäger oder von einem Nationalparkranger geführt werden. Ich habe mich für eine geführte Murmeltierwanderung angemeldet.

In Johnsbach angekommen, traf ich auf den Jäger, der uns führen sollte und auf einen Herrn, der auch an der Führung teilnahm. Der Jäger hatte  noch seinen Freund dabei und so machten wir uns zu viert auf die Pirsch. Zuerst fuhren wir auf Forststraßen über die Almen, doch dann kamen wir zu einem unmarkierten Jagdsteig und los ging es. Gleich zu Beginn unserer Wanderung kreuzte ein Birkhahn unseren Weg, konnte ihn leider nicht fotografieren, da meine Anschleichkünste nicht ausreichend waren. Dann kamen wir zu dem Gebiet, wo unser Jäger eigentlich die Murmeltiere erwartete. Die hielten sich aber versteckt, weil ein Adler am Himmel seine Runden zog. So machten wir eine kleine Rast und warteten.

Es zeigten sich dafür viele Gämsen, die sehr dekorativ in den Felsen herumstanden und dann endlich war es so weit, wir erblickten Katze, Bär und Äffchen, wie die Mitglieder einer Murmeltierfamilie, heißen. Die Katze ist das weibliche Tier, der Bär das Männchen und als Äffchen werden die Jungtiere bezeichnet. Wir waren sehr angetan von diesen possierlichen Tierchen. Nach unserer Rast ging es noch höher zur nächsten Kolonie, wo wir auch einige Jungtiere sahen. Herrlich diesen Tieren beim Spielen und Herumtollen zusehen zu können. Wir haben es genossen!

Meine Fotos von den Murmeltieren sind zwar nicht so toll geworden, da ich ein zu schwaches Zoom habe, aber ich habe trotzdem fleißig die anderen Tiere und die herrliche Landschaft um uns herum fotografiert. Unser Revierjäger erklärte uns noch einige Besonderheiten der Murmeltiere und wir waren tief beeindruckt. Nachdem wir noch einen kleinen Gipfel erklommen hatten und uns daher noch ein schöner Ausblick auf die Bergwelt des Gesäuses vergönnt war, machten wir uns wieder an den Abstieg. Wir kamen noch an etlichen Gämsen und Murmeltieren vorbei, diese Wanderung, war wirklich ein einmaliges Naturerlebniss.

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geführte Murmeltierwanderung im Gesäuse…

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für die Gämse reichte mein Zoom….

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auch mehrere Murmeltiere zeigten sich…

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Streicheleinheiten für Aron, auf der Stadelfeldschneid…

Über den Rauhen Kamm

Am 20. 7. 2002, machte ich mit einigen Kollegen aus dem Krankenhaus Scheibbs eine herrliche Bergtour auf unseren Hausberg den Ötscher. Wir wählten natürlich die etwas sportlichere Variante und so entschieden wir uns für den Aufstieg über den Rauhen Kamm.

Sind zeitig in der Früh nach Lackenhof und dann weiter zum Forsthaus Raneck gedüst, um unsere Fahrzeuge abzustellen. Auf einer etwas langweiligen Forststraße konnten wir uns warmgehen, aber dann ging es an den steilen Anstieg. In kurzen Serpentinen die wie es schien kein Ende nehmen wollten, kämpften wir uns durch den Wald.

Da ich  damals schon nicht gerade einer Gazelle glich, hatte ich ganz schöne Mühe mit meinen Kollegen Schritt zu halten. Dabei habe ich micht etwas überanstrengt und mir wurde plötzlich ein wenig übel, aber da wir ja alle “vom Fach” waren, konnte mir mit einem ordentlichen Schluck aus der Trinkflasche rasch geholfen werden.

Endlich war dann der Beginn des Rauhen Kammes erreicht! Der Blick auf die aufragenden Felsen ist schon etwas Respekt einflößend, aber ich hatte ja schon ein wenig Bergerfahrung und so machte ich mir keine allzu großen Sorgen.

Nur mein Rucksack führte ein Eigenleben, ich bin beim Wandern immer relativ schwer bepackt und so geschah es, daß ich durch das Gewicht meines Rucksackes das Gleichgewicht verlor und plötzlich mitten in den Latschen hockte!

Na das war eine Blamage! Zum Glück ist mir das nicht auf einer abschüssigen Stelle passiert. Also schnell wieder hochgerappelt und dann ging’s an die leichte Kletterei. Die machte dann sehr viel Spaß, obwohl man schon genau aufpassen muß, wo man hintritt, weil recht viel Platz hat man oft nicht, ausrutschen wäre da nicht so toll! Wir kletterten recht zügig und schon war der Ausstieg des Rauhen Kammes erreicht.

Schnell einen Eintrag ins Gipfelbuch der Ötschers, (das deswegen beim Rauhen Kamm aufbewahrt wird, damit sich nicht alle Lifttouristen einschreiben), und weiter ging es über einen gemächlichen Anstieg zum Gipfelkreuz. Stolz und glücklich ließen wir uns nieder und schon forderten die Bergdohlen einen Teil unserer Jause. Ich habe gerne mit ihnen geteilt, sie fraßen mir ja fast aus der Hand, und mir haben ein paar Kalorien weniger sicher nicht geschadet. Nachdem wir noch den wunderschönen Ausblick auf unsere Bergwelt genossen haben, machten wir uns an den Abstieg, der dann relativ schnell über die nicht besonders attraktive Trasse der Schipisten bewältigt war.

Herzlich willkommen in meinem Wandertagebuch!

Das Wandern gehört schon lange zu meinen liebsten Hobbys und da gibt es auch das größere oder kleinere Abenteuer zu bestehen und davon möchte ich in meinem Blog berichten.

Ich bin Krankenschwester und daher vom Dienst her etwas gehandicapt, was Wanderbegleiter angeht, weil oft arbeitet man am Wochenende  und es findet sich an den Wochentagen niemand der mit einem in die Berge gehen würde. So habe ich mich dann doch des Öfteren aufgerafft und bin alleine losgezogen. Wovon meine Eltern oft nicht so ganz begeistert waren. Einer meiner 1. “Alleingänge” führte mich auf den Tamischbachturm im Gesäuse, davon möchte ich gerne berichten:

Also am 28. 7. 2002 war es so weit, kein Bergkamerad in Sicht, wunderbares Wetter und ungeheure Lust endlich wieder etwas “Ordentliches” zu unternehmen.

Also habe ich mich um 5 00 auf die Socken gemacht und bin ins Gesäuse gefahren, ich liebe diese Landschaft und die Berge dort, denn dort gibt es keine Aufstiegshilfen, man muß sich die Gipfel wirklich selbst erkämpfen und es stören keine Lifttrassen und Seilbahnstützen den Blick auf die wilde Bergwelt.

Der Entschluss stand fest, heute geht es auf den Tamischbachturm, der ist 2035m hoch, also für mich schon ein großer Brocken. Beim Aufstieg hatte ich Glück und ich konnte wunderschöne Fotos von der Planspitze und der Hochtorgruppe machen, die sich im Rot der aufgehenden Sonne gerade aus dem Nebel lösten. Ich war von dem Anblick überwältigt. Dann ging es an den 2,5STd langen Aufstieg. Als ich endlich die Ennstalerhütte erreichte war ich überrascht von der exponierten Lage der Aussichtsterrasse, die wirkte wie ein Adlerhorst, man hat einfach einen traumhaft schönen Blick auf das ganze Gesäuse. Noch dazu lag im Tal noch der Nebel und die Gipfel wurden schon von der Sonne beschienen, außerdem schliefen die meisten Hüttengäste noch, es war ganz ruhig und ich genoss diese Stimmung in vollen Zügen.

Nach einer warmen Tasse Tee machte ich mich an den Aufstieg zum Gipfel, da ging es ziemlich steil durch die Latschen und es machte sich ein sehr kalter Wind bemerkbar, der rasch ziemlich unangenehm wurde. Da machte es sich bezahlt, daß ich auch im Hochsommer immer eine Haube mithabe. Am Gipfel angekommen mußte ich mich wirklich warm anziehen, den der Wind pfiff mir und den anderen Gipfelstürmern gehörig um die Ohren. Die Aussicht war einmalig, das ganze Ennstal lag mir zu Füßen, nur der Wind lies ein längeres Verweilen nicht zu.

So machte ich mich wieder auf den Abstieg zur Ennstalerhütte, wo ich mir noch ein feines Süppchen gönnte. Der Abstieg ins Tal gestaltete sich dann auch nicht sonderlich lustig, da meine Wanderschuhe nicht richtig paßten und mir dauernd das Blut in den Zehen abschnürten, ich habe wirklich jeden Schritt “genossen”, aber nach 2 Stunden erreichte ich doch Gstatterboden und ich blickte noch einmal zurück auf einen Berg, der zwar etwas unspektakulär aussieht, aber dennoch ein wunderschönes Bergerlebnis bietet.

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Blick auf den großen Buchstein…

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Am Gipfel des Tamischbachturms….