Naturfreundewanderung zur Voisthalerhütte

Für den 27. 9. 2009 hatte ich eine Wanderung im Hochschwabgebiet ausgeschrieben und der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und schickte uns herrliches Wanderwetter. Wir waren auch eine recht ansehnliche Truppe und in Fahrgemeinschaft ging es nach Seewiesen. Wir ergatterten noch einen Parkplatz und dann begann der lange Aufstieg.

Am Anfang marschierten wir schön eben dahin, danach begann der Hochwald und der Steig wurde etwas steiler. Bald erreichten wir die neue Florlhütte, da brach die Sonne durch den Nebel und bescherte uns erste Ausblicke auf die Felsen ringsum. Alle waren begeistert! Danach ging es weiter zum Franzosenkreuz, daß aber nicht mehr steht. Wir genossen den ersten Blick auf die Voisthalerhütte und den Abstieg in die untere Dullwitz, wo dann der steile Aufstieg durch die Voisthalergasse begann. Nach vielem Schwitzen und Schnaufen, erreichten wir die Hütte und wir machten eine ausgiebige Rast.

Danach ging es auf dem Ochsensteig weiter in Richtung Fölzsattel. Auf diesem Steig hatten wir einen wunderbaren Tiefblick, zum Glück hatte keiner unserer Wanderer Höhenangst. Wir erreichten den Fölzsattel und zweigten nach rechts zur Fölzalm ab. Nach ca. 30 min sahen wir schon die beiden Hütten und genehmigten uns noch eine längere Pause, bei Kaffee und Kuchen. Danach erklommen wir wieder den Fölzsattel und machten uns über den Reitsteig hinunter auf den Weg zur Florlhütte, wo wir noch einmal kurz einkehrten. Gut gesättigt, bewältigten wir dann den restlichen Abstieg und marschierten das lange Tal hinaus zum Parkplatz mit unseren Autos.

dsc01746-032.JPG

vor dem Abmarsch in Seewiesen

dsc01755-010.JPG

die letzten Meter vor der Voisthalerhütte

dsc01760-015.JPG

weiter geht’s über den Ochsensteig…

dsc01767-022.JPG

Rast auf der Fölzalm

Unterwegs auf den Edelweißböden

Am 5. 7. gab es für mich ein freudiges Ereignis, die ausgeschriebene Wanderung von Alfred stand auf dem Programm, das Wetter war nichts so schlecht und wir waren eine nette Partie erlebnishungriger Wanderer.

Wir fuhren in Fahrgemeinschaft nach Hieflau, wo es ordentlich regnete, was uns ein wenig skeptisch werden ließ, aber als wir über den Präbichel fuhren, klarte es auf und wir hatten wieder Hoffnung auf einen schönen Tag.

Etwas steif von der langen Autofahrt setzten wir uns dann Richtung Leobnerhütte in Bewegung und das Wetter wurde immer angenehmer. Wir ließen den Hochturm links liegen und marschierten die lange Traverse über den Trenchtling auf die Edelweißwiesen zu. Und wirklich, was sich uns da an Gebirgsflora bot, war sagenhaft!

Edelweiß wie gesäät, Alpenastern, Kohlröschen, es war einfach ein Traum! Wir lagen überall auf dem Bauch herum und zückten unsere Kameras. Ein Botaniker, der an uns vorbeikam, machte uns auf eine besondere Art von Kohlröschen aufmerksam, die es anscheinend nur auf den Edelweißböden gibt, wir waren sehr beeindruckt.

Wir rasteten ausgiebig, betrachteten die wunderschönen Berge rings um uns und am Rückweg, sahen wir einige prächtige Gämsen und zwei Steinböcke, was mich ganz besonders freute. Nach einem langen Abstieg erreichten wir etwas müde, aber hochzufrieden über diese einmalig schöne Wanderung, ein nettes Gasthaus wo wir uns noch ein wenig verwöhnen ließen und dann ging es an den leider relativ langen Heimweg.

Mit dieser Tour hat uns Alfred einen traumhaft schönen Tag beschert!

aktuelles-286.jpg

unterwegs zu den Edelweißböden…

aktuelles-327.jpg

Am Ziel unserer Wandeung

aktuelles-671.jpg

noch ein Prachtexemplar…

aktuelles-441.jpg

Am langen Rückweg…

Mit Beni durch den Klausgraben

Am 24.5. 09 war es wieder einmal so weit, es gab eine ausgeschriebene Naturfreundewanderung in den Klausgraben, entlang der Salza, für mich absolutes Neuland, darum freute ich mich schon sehr darauf. Da ich heute nicht der Wanderführer war, nahm ich auch meine kleinen Freund Benjamin mit.

Beim Treffpunkt in Gaming sah ich, daß Beni eine Gefährting bekam, Reijka eine schöne Weimaraner Hündin schaute aus dem Auto von Familie Mali. Beni legte sich gleich ordentlich ins Zeug und die ganze Wandergruppe marschierte zur Salza, wo wir bald einen schönen schmalen Steig erreichten, der sich der Salza entlangschlängelt. Dort ließ ich dann Beni von der Leine, was er sichtlich genoß. Er sauste über den Steig, planschte im Wasser, meisterte die schmalen Stellen des Klausgrabens, wo etwas Trittsicherheit gefragt ist mit Bravour, aber plötzlich stand er vor mir und blickte mich fragend an.

Wir waren bei einer kleinen Leiter angekommen, die mein Hund beim besten Willen nicht runterklettern konnte, so packte ich den zappelnden kleinen Kerl, nahm ihn unter den Arm und so gelangten wir auch die paar Stufen heil hinunter. Herr Mali, hatte es da mit seiner Reijka nicht so leicht, den die ist ja um einiges größer als Beni, aber die beiden schafften es und weiter ging die schöne Tour. Wir sahen einige Paddler auf dem glasklarem Wasser, da bekomme ich auch immer Lust, das Kajakfahren einmal auszuprobieren.

Bald erreichten wir wieder die Straße und auf einem anderen Weg ging es wieder zu den Autos zurück. Danach hatte Alfred noch einen Geheimtip auf Lager, wir fuhren zu einem schönen Gasthaus, wo ich die größte und beste Kardinalschnitte meines Lebens verspeiste.

dsc00865-430.JPG

entlang der Salza führt der Klausgraben…

dsc00861-429.JPG

diese Leiter mit einem zappelnden Hund unter dem Arm, war gar nicht so einfach zu bewältigen!

Frühlingswanderung auf den Ötscher

Am 20. 5. 2009 wollte ich endlich wieder eine schöne Wanderung machen und auch meine neue Spiegelreflexkamera ausführen. So setzte ich Benjamin ins Auto und machte mich Richtung Lackenhof auf den Weg.

Im Weitental angekommen, sprang mein kleiner Freund gleich aufgeregt aus dem Auto und stürmte gleich los. Ich schnaufte halt ein bißchen langsamer hinter ihm her. Ich war erschrocken über das Ausmaß einer Lawine, die im Winter quer über die Schipiste niedergegangen ist und so stiegen wir langsam dem Schutzhaus entgegen. Hier waren noch einige Schneereste zu finden, was Benjamin sehr gelegen kam, um sich ein wenig abzukühlen.

Nach dem Schutzhaus begann eine wunderbare Alpenflora. Ich zückte meine Sony 350 und lag einige Zeit am Bauch um Enzian und “Petergstamm” ordentlich auf’s Bild zu bekommen. Auch die Clusius Primeln mit ihrem herrlichen Pink mischten sich in das dominierende Blau und Gelb der anderen Blumen. Das Wetter war herrlich und Beni sauste quietschvergnügt über die kleinen Felsen.

Am Gipfel angekommen mußte ich aber den kleinen Racker an die Leine nehmen, denn beim Gipfelkreuz gab es noch ein mächtiges Schneefeld und da hatte ich Angst, daß mir mein Hund abrutscht. So saßen wir einträchtig mit Jause und Leckerchen und betrachteten die schöne Bergwelt rings um uns. Ein netter Wanderer macht dann noch ein Foto von uns beiden, und dann stapften wir wieder hinunter zum Ötscherschutzhaus, wo ich mir noch einen Radler gönnte.

Der restliche Weg ins Tal war dann auch kein Problem, und mit einigen schönen Fotos auf der Speicherkarte kehrten wir nach Hause zurück.

aktuelles-328.jpg

Benjamin am Weg zum Ötschergipfel…

aktuelles-809.jpg

das Blau und Gelb von Enzian und “Petergstamm”…

Rund um Weißenkirchen

Mitte April hatte ich einige Tage Urlaub, und die nützte ich, um wiede neue Wanderrouten zu entdecken. Heute sollte es was Besonderes sein und ich fuhr mit meinem Hund in die Wachau.

In Weißenkirchen angekommen machte ich mich auf die Suche nach dem markierten Wanderweg, denn ich mir ausgesucht hatte, und schon stapften wir über die Bahngleise und danach auf einer schönen Straße vorbei an schmucken Gasthäusern dem Ortsende von Weißenkirche zu. Wir marschierten durch die Weinberge und hatten einen wunderschönen Blick auf den Ort und auf die Donau. Außerdem war das Wetter schon sehr angenehm mild. Nach kurzem Studium meiner Wanderkarte, erreichten wir einen Hochwald, wo uns ein Reh über den Weg lief und trafen nach kurzer Zeit auf einen schönen Höhenweg, wo wir dann wieder Richtung Weißenkirchen wanderten.

Vorbei am Cholerakreuz ging es wieder hinein in den schönen Ort, wo blühende Sträucher und Kirschbäume unseren Weg säumten. Leider hatten die Marillenbäume schon verblüht, was mich ein wenig enttäuschte, aber man kann halt nicht Alles haben.

Bald erreichten wir wieder den Bahnhof von Weißenkirchen und vorbei an schön angelegten Gärten ging es wieder zur Hauptstraße, wo unser oranger Flitzer schon auf uns wartete. Beni durfte sich noch kurz an der Donau ein wenig abkühlen, danach machten wir uns zufrieden auf den Heimweg!

aktuelles-205.jpg

ein strahlend schöner Frühlingstag in Weißenkirchen!

aktuelles-211.jpg

durch die Weingärten….

aktuelles-222.jpg

Kirschenblüten….

Schitour auf die Brachalm

Am 1. 4. 2009 rief mich einer meiner Fotogruppenkollegen an, ob ich nicht auf eine Schitour mitkommen möchte. Ich erkundigte mich genau, wo es hingeht, weil meine schifahrerischen Fähigkeiten sind etwas beschränkt, aber dann entschloss ich mich doch mitzufahren.

In Taschelbach angekommen, begann der Kampf mit den Sportgeräten, rein in die sperrigen Schischuhe, rauf auf die Schi, bis dann noch die Stöcke passen, das dauert alles seine Zeit, da beginne ich meist schon zu schwitzen.

Aber irgendwann war es doch geschafft und zu viert begannen wir den Aufstieg zur Brachalm. Beim bergaufwandern mit den Schiern habe ich ja kaum Probleme und wir kamen recht zügig voran. Bald erreichten wir die Brachalm, mit der verschneiten Hütte und dem Traumblick auf den Ötscher und auf die Gemeindealm. Wir verschnauften uns kurz, lösten die Steigfelle von den Schiern, und dann begann die gemächliche Abfahrt.

Doch als wir dann ein Stück durch den Wald mußten, hatte ich so meine Probleme. Ich landete einige Male im Tiefschnee und das Hochkommen mit den steifen Schischuhen und den Brettln an den Füßen, war kein Vergnügen. Fast im Tal angekommen war dann der Schnee von einer Eisschicht überzogen, die mich dann nochmals in den Tiefschnee beförderte. Irgendwie wären mir jetzt meine Schneeschuhe lieber gewesen, aber was solls, unter ziemlichen Gefluche, rappelte ich mich wieder auf und dann schafften wir noch den letzten Teil bis zum Auto.

Ich mußte mich zwar über meine Mißgeschicke ziemlich ärgern, aber es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht, und ich hoffe, daß das nicht meine letzte Schitour war!

beim “Hechbaun”

beim “Hechbaun”

dsc00134-012_bearbeitet-1.jpg

mein Tourenkameraden

dsc00136-014.JPG

Blick auf den Ötscher!

dsc00141-019_bearbeitet-1.jpg

Das Terzerhaus taucht gerade aus dem Nebel auf!

Winterzauber auf der Kapleralm

Am 3. 1. 2009 merkte ich, heute wird ein traumhaft schöner Tag!

Es war kalt, alles war frisch angeschneit, es zogen noch Nebel durchs Tal, aber es zeigte sich auch schon ein blitzblauer Himmel.

Angezogen, Fotoapparat gesucht, Hund ins Auto gesetzt und schon ging’s los, hinauf auf die Kapleralm. Die Bäume dort oben waren vom Raureif überzogen, darauf lag noch frischer Schnee, es bot sich uns ein wunderbares Bild. Beni und ich stapften los, hinauf zum Runzelberg, von vielen Fotostops unterbrochen, danach ging es hinunter zum Gasthaus Hochschlag, wo wir uns kurz stärkten. Am Rückweg zur Kapleralm trafen wir etliche Familien  mit Kindern, die ihre Rodeln dabei hatten und auch das herrliche Winterwetter genossen. Eine Schitourengeherin zog ihre Spur durch den frischen Schnee, und Benjamin konnte einfach nicht genug bekommen , vom Toben in dem kalten Element.

Bei strahlenden Sonnenschein erreichten wir wieder den Runzelberg und dann staubten wir durch den Schnee hinunter zum Almhaus. Dort angekommen stiegen wir wieder ins Auto und ich ließ im Gedanken diesen herrlichen Wintertag Revue passieren.

dsc01558-046.JPG

wunderbarer Rauhreif an den Bäumen..

dsc01574-061.JPG

Blick auf den Ötscher…

dsc01206-1.JPG

Winteridylle…

dsc01582-068.JPG

Beni genießt die Weite…

Eine kleine aber feine Familienwanderung!

Da am 22. 3. 09 das scheusliche Wetter einmal eine ganz kurze Pause einlegte, traf ich mich mit meiner Schwester Renate und deren Familie zu einer kleinen Wanderung im “Prater” von Purgstall.

Wir wanderten zuerst recht gemütlich an einem schönen Feldweg entlang und stiegen zu den Aussichtsplattformen hinunter von denen man einen guten Überblick über die Erlaufschlucht hat.

Die Primeln und die Leberblümchen öffneten zaghaft ihre Köpfchen und im Auwald konnten wir viele Schneeglöckchen und Märzenbecher bewundern. Ich pflückte mir frischen Bärlauch und danach traten wir den Rückweg an. Beim Steg über die Erlauf angekommen, machten wir uns an den abenteuerlichen Teil dieser kleinen Wanderung. Wir nahmen den “Fischersteig”, der gut zu begehen war, da noch kein Hochwasser herrschte. Wir kamen an beeindruckenden Felsen und ausgewaschenen Felsnischen vorbei, an denen der Efeu herunterrankte, so daß sich ein gewisses “Dschungelfeeling” einstellte. Die Bäume waren stark bemoost und immer wieder erreichten wir die Erlauf, die von der Schneeschmelze schon ein ganz besonderes Grün angenommen hatte. Den Kindern machte die kleine Kletterei großen Spaß und auch wir Erwachsene kamen auf unsere Kosten. Ein wenig Trittsicherheit ist auf diesem Steig schon erforderlich, aber landschaftlich hat er viel zu bieten.

Am Ende des Steige hatte mein kleiner Hund dann ein größeres Problem, denn zu den letzten gewaltigen Felsformationen gelangt man nur über eine kurze steile Leiter, die für Benjamin nicht zu bewältigen war. So mußte ich den kleinen Racker hinunterheben, was ihm nicht sonderlich gefiel, aber als er wieder festen Boden unter den Pfoten hatte, gab er wieder ordentlich Gas. Wir erklommen nur noch die steile Eisentreppe und dann hatten wir es geschafft. Zusammen marschierten wir zu unseren Autos und nahmen uns vor, bald wieder eine kleine Tour gemeinsam zu unternehmen.

Was man nicht im Kopf hat….

Der Winter bremste meine sportlichen Aktivitäten etwas aus, da das Wetter oft extrem scheuslich war, aber eines Tages im Jänner 2009, lag doch noch schöner Schnee auf der Kapleralm und die Sonne zeigte sich auch ausnahmsweise.

So beschloß ich mit meinem Hund zusammen eine kleine Schitour zu unternehmen. Ich fuhr auf die Kapleralm, ließ meinen Hund aus dem Auto hüpfen, der gleich die gescheckten Schweine hinter dem Almhaus besuchte und dann als ich meine Tourenschi aus dem Auto nahm, dämmerte es mir! Ich habe den Rucksack mit den Steigfellen zu Hause gelassen!

Was tun? Nochmals nach Hause fahren, war mir auch zu dumm, so schnallte ich mir die Schi an, rief meinen Hund und stapfte unverdrossen den nicht allzu steilen Weg bergan. Ich mußte natürlich kräftig schieben und oft auch die Schi verkanten um nicht nach hinten zu rutschen, aber irgendwie schaffte ich dann doch den Aufstieg zum Runzelberg. Wenigstens kam diese Aktion meinem Kalorienverbrauch zu Gute.

Beim Kreuz angekommen, machte ich nicht lange Halt, da ich durch die Anstrengung total naßgeschwitzt war. Beni schnüffelte ein wenig herum, da machte ich mich an die Abfahrt, was bei meiner Erfahrung im Geländeschifahren immer das schwierigere Unterfangen ist. Beni staunte nicht schlecht, als ich ihn überholte, ansonst laufe ich immer hinter ihm her und ich begann die Abfahrt zu genießen. Im Gegensatz zu dem mühsamen Aufstieg lief es jetzt ganz prächtig, nur einmal kam ich zu Sturz, das war aber auch nicht schlimm. So erreichten mein Hund und ich recht flott das Almhaus und wir beschlossen ein wenig einzukehren. Die Schi im Auto verstaut, und schon saßen wir in gemütlicher Runde am Küchentisch und ich erzählte von meiner anstrengenden Tour. Es bewahrheitete sich das Sprichwort, was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen (und Armen, denn der Muskelkater vom Stockeinsatz, war auch nicht von schlechten Eltern….)

Zur Gamsbrunft ins Gesäuse

Der Nationalpark Geäuse bietet wunderbare und interessante, geführte Wanderungen an, bei denen man von einem Revierjäger oder einem Nationalparkranger begleitet wird, und ich habe mich diesmal für die Gamsbrunft im Spätherbst entschieden.

So fuhr ich schon zeitig in der Früh nach Johnsbach um pünktlich beim Treffpunkt zu sein. Bald erschien Christoph der Revierjäger und zwei weitere Herren, die auch für diese Tour angemeldet waren. Ich chauffierte einen der Herren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung und mußte meine Fahrkünste auf einer holprigen Forststraße unter Beweis stellen. Zum Glück nimmt mir mein kleiner Fiat Panda solche Ausflüge in die Botanik nicht übel.

Wir erreichten einen Jagdsteig und Christoph marschierte mit seinem braven Jagdhund Aron zügig voran. Bald schon erreichten wir die Baumgrenze und auf einer Geröllhalde konnten wir die ersten Gämsen sehen. Wir rasteten kurze Zeit und beobachteten die Tiere. Leider war es an diesem Tag ziemlich mild, so daß die Gamsböcke nicht in Stimmung waren, und wir nicht die typischen Treibjagden, die sich die Böcke in der Brunft sonst liefern, zu sehen bekamen. Aber es war trotzdem ein besonderes Erlebniss, abseits der “Trampelpfade” die Gebirgswelt sehr intensiv zu erleben.

Über eine ziemlich steile Schotterhalde ging es weiter, wir pirschten uns sehr leise vorwärts um die Tiere nicht zu verschrecken, da brach ein Felsen an dem ich mich gerade festhalten wollte, mit Gepolter in die Tiefe. Zum Glück verlor ich nicht das Gleichgewicht, aber ich ärgerte mich sehr über das Mißgeschick. Die Gämsen waren von dem Lärm nicht allzu beeindruckt und ließen sich beim Äsen nicht stören. Ich schwor mir, beim nächsten derartigen Pirschgang habe ich auch so einen praktischen Jagdstock, mit dem man sich im unwegsamen Gelände recht gut behelfen kann.

Wir hielten immer wieder an, um die Kletterkünste der Gämsen zu bewundern, und Aron zitterte am ganzen Leib vor Jagdfieber. Ab und zu winselte er ein wenig, was aber vom Jäger schnell unterbunden wurde. Da ist mein Hund Benjamin schon ein anderes Kaliber, wäre er ohne Leine, würde er die Spuren intensiv verfolgen und an der Leine würde er mich ohne Rücksicht auf Verluste übers Geröll schleifen. Man soll nicht glauben, wieviel Kraft so ein kleiner Beagle entwickeln kann, wenn er eine aufregende Fährte entdeckt hat. Darum mußte Beni bei dieser Tour zu Hause bleiben!

Nach einer ausgiebigen Rast am Fuße des Hochtors machten wir uns dann an den Abstieg ins Tal, um uns von Christoph und Aron zu verabschieden. Wir drei Wanderer nahmen dann noch im Gasthaus Donner Platz um bei einem feinen Mittagessen, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen.

dsc04528-022.JPG

das Gesäuse im Spätherbst….

dsc01218-027_bearbeitet-1.jpg

Die Gemse trägt schon ihr Winterkleid

dsc04530-024.JPG

Revierjäger Christoph und sein Hund Aron, daneben einer der gar nicht genug bekommen konnte…